Keine einzige bundesweite Wahl, keine einzige Landtagswahl im Jahr 2026 – das erleben wir beinahe so selten wie eine totale Sonnenfinsternis. Aber im kommenden Jahr beginnt dann ein enger Reigen an brisanten Wahlen: Im Herbst die Landtage in Oberösterreich und Tirol, anschließend ab Jänner 2028 die Landtage in Niederösterreich, Kärnten und Salzburg.
Im Herbst wird über die Nachfolge von Alexander Van der Bellen als Bundespräsident entschieden und 2029 schließlich folgt fast der komplette Rest – EU, Nationalrat, Vorarlberg, Steiermark … Selbst wenn diese Wahlen noch ein gutes Stück weit entfernt sind: Es steigt die Nervosität.
Oberösterreich ist nicht die Steiermark
In Oberösterreich, dem Bundesland mit den drittmeisten Einwohnern, ist die Nervosität knapp eineinhalb Jahre vor der Landtagswahl förmlich greifbar. Denn im Land ob der Enns geht es um die sprichwörtliche „Wurscht“: Die ÖVP, die seit 1945 stets den Landeshauptmann stellt, muss Platz 1 verteidigen. Die FPÖ, die vor elf Jahren die Grünen als Koalitionspartner und Mehrheitsbeschaffer der Volkspartei abgelöst hat, möchte wie zuletzt in der Steiermark Erster werden, ihr Spitzenkandidat Manfred Haimbuchner fordert ÖVP-Landeshauptmann Thomas Stelzer heraus.
Doch im Gegensatz zur Steiermark kommen die Blauen nicht aus der Opposition, sondern regieren längst konstruktiv, aber unauffällig mit. Zudem zählt der Landeshauptmannbonus bei Stelzer mehr als bei seinem gescheiterten steirischen Parteikollegen Christopher Drexler.
Aber auch so viel ist klar: Ob die Schwarzen das Land verteidigen oder an die Blauen verlieren, das wird längst nicht in Oberösterreich allein entschieden, sondern vor allem auch in Wien. Denn fasst die ÖVP im Bund weiter nicht Tritt und eilt die FPÖ weiter davon – dann wäre Oberösterreich vermutlich das zweite, aber sicher nicht das letzte Bundesland in blauer Hand.
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