„Krone“-Gemeindeserie

Faistenau fördert Bewegung und setzt auf Radwege

Salzburg
17.04.2026 18:00

Von einem neuen Weg für alle Radfahrer bis hin zum geplanten Motorikpark setzt die Gemeinde stark auf Sport und Natur. Der Umbau des Gemeindeamtes ist bereits erfolgt. Auf einen Steinschlagschutz warteten die Faistenauer seit den 1990ern. Dieser wird jetzt gebaut.

Unheimlich wichtig für uns ist der Radweg nach Hof“, sagt Faistenaus Bürgermeister Gerald Klaushofer (ÖVP). Vor allem den Ortsteil Wald soll dieses Vorhaben künftig besser anbinden. „Die Straße ist eng, es gibt Schwerverkehr und mit dem Fahrrad ist es nicht sicher.“ Während der letzten eineinhalb Jahre gelang es, die Grundeigentümer an Bord zu holen.

Bürgermeister Gerald Klaushofer setzt stark auf Bewegung.
Bürgermeister Gerald Klaushofer setzt stark auf Bewegung.(Bild: Markus Tschepp)

„Alle sind dabei, jetzt warten wir auf die Verhandlungstermine für die Genehmigung“, freut sich Klaushofer. Er hofft auf einen Baustart im kommenden Jahr – doch das hänge jetzt vom Land Salzburg ab.

Um die Faistenauer – und allen voran auch Jugendliche – einfacher zum Sport zu bringen, wird die Gemeinde bereits heuer einen Motorikpark mit 20 frei zugänglichen Stationen eröffnen. „Das ist auf Schiene und wird im August neben den Biketrails beim Kesselmannlift in Betrieb gehen“, so der Ortschef. Finanziert wird das Projekt zu 60 Prozent aus EU-Fördermitteln.

Faistenau versucht bei Projekten auch, EU-Fördermittel auszuschöpfen.
Faistenau versucht bei Projekten auch, EU-Fördermittel auszuschöpfen.(Bild: Markus Tschepp)

Am Sportareal sollen in den kommenden ein bis zwei Jahren zudem zwei Kabinen, eine Schiedsrichterkabine, eine Flutlichtanlage und ein Lagerplatz hinzukommen. Eingereicht wurde das Projekt bereits, der Baustart soll dann 2027 erfolgen.

Bereits erledigt ist der Umbau des Gemeindeamts. Hier wurden unter anderem ergonomische Arbeitsplätze eingerichtet und der Veranstaltungssaal revitalisiert. Für Bürger gibt es darüber hinaus jetzt einen geschlossenen Raum, um eventuell private Anliegen ohne ungewollte Zuhörer anzubringen.

Noch länger beschäftigen wird die Gemeinde der Steinschlagschutz im Ortsteil Tiefbrunnau. „Das Projekt der Wildbach- und Lawinenverbauung schützt künftig den ganzen Siedlungsstreifen“, erklärt der Bürgermeister. Verhandlungen dafür liefen seit den 1990er-Jahren. Durch eine Anschubfinanzierung der Gemeinde konnte der Bau, der ein bis zwei Jahre dauern wird, heuer endlich gestartet werden.

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