Selbst ist die Gemeinde: In Elixhausen hat der Ortschef persönlich das neue Amtsgebäude geplant – gemeinsam mit Amtsleiter und Bauamtleiter. Dabei haben sie auch auf ungewöhnliche Werkzeuge zurückgegriffen. Der Holzbau soll die wichtige Infrastruktur in die geografische Mitte des Ortes bringen.
Gleich direkt selbst in die Hand genommen hat Elixhausens Bürgermeister Michael Prantner die Planung des neuen Gemeindeamts. Dieses wird direkt an die Volksschule angebaut und ersetzt das aktuelle Gebäude aus dem Jahr 1925. „Ich bin heim spaziert und habe die aufgeschüttete Wiese gesehen“, erzählt er der „Krone“. „Diese eignet sich perfekt für einen Musikproberaum, der ja keine Fenster haben sollte.“
Um den Platz bestmöglich zu nutzen, ging es dann gemeinsam mit Amtsleiter Josef Wagner und Bauamtsleiter Michael Glück ans Zeichnen. Der Anspruch: ein funktionales Gebäude.
„Wir haben versucht, das mit dem 3D-Küchenplaner eines Möbelhauses zu visualisieren“, sagt der Ortschef. Danach gingen die Pläne direkt an einen Baumeister.
Neben den Gemeindebüros inklusive Beratungskojen für vertrauliche Gespräche gibt es im neuen Gebäude in Holzbauweise einen Sitzungssaal, der auch für Veranstaltungen genutzt werden kann, ein Gemeindelager und eben den unterirdischen Proberaum für die Trachtenmusikkapelle.
„Unsere Idee ist es, die Infrastruktur der Gemeinde möglichst im geografischen Zentrum zusammenzubringen“, so Prantner. Die Übersiedelung soll in den Herbstferien erfolgen, um den Schulbetrieb kaum zu stören. Leistbar sei das sechs Millionen Euro teure Haus wegen guten Wirtschaftens in den letzten Jahren.
In weiterer Zukunft stehen dann die Sanierung der Volksschule und der Bau eines Vereinslagers an. Auch eine Lösung für den Kindergarten – der wegen des starken Zuzugs der letzten Jahre teils auf Container angewiesen ist – strebt Prantner an.
Hochkomplex sei zudem das Thema „Wasser“. Wegen veränderter Niederschläge wirft der Brunnen weniger ab als früher. „Man muss schauen, dass man das bewerkstelligen kann“, so der Ortschef. Deshalb steht er beim Zuzug derzeit auf der Bremse: „Wir widmen im Moment nichts.“
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