„Schickt ihn auf Tour“

Häme für „Wahlhelfer“ Vance nach Orbáns Niederlage

Außenpolitik
14.04.2026 12:09

Kurz vor der Parlamentswahl in Ungarn war US-Vizepräsident JD Vance nach Budapest gereist, um Wahlkampf für Premier Viktor Orbán zu machen. Nach dessen krachender Niederlage ergoss sich im Netz die Häme über Vance. Der behauptet jetzt, es sei gar nie darum gegangen, Orbán zum Sieg zu verhelfen.

JD Vance als Sensenmann, der eine blutige Spur hinter sich herzieht. Papst Franziskus, die Iran-Verhandlungen und die Wiederwahl Orbáns hat er schon auf dem Gewissen. Als Nächstes klopft er an die Tür, hinter der die US-Zwischenwahlen warten ... Mit solchen und anderen bitterbösen Memes wird der US-Vizepräsident derzeit durch den Internet-Kakao gezogen.

„Schickt ihn auf Wahlkampftour“
Neben dem Wahlausgang in Ungarn spielen die Bildwitze auf die geplatzten Gespräche über einen Iran-Deal an und auf Papst Franziskus, der vergangenes Jahr kurz nach einem Besuch von JD Vance im Vatikan verstorben war. Die nicht ganz ernst gemeinte Botschaft: Seine Anwesenheit bringt Tod und Scheitern. In den USA wünschen sich das Vances politische Rivalen eben auch für die Midterms im November. Die Republikaner sollten ihn auf Wahlkampftour schicken, schrieb etwa der demokratische Anführer im Senat, Chuck Schumer.

In Deutschland titelte die Tageszeitung „taz“, bekannt für bissige Schlagzeilen: „Vance, komm bitte schnell nach Sachsen-Anhalt!“ In dem deutschen Bundesland finden im September Landtagswahlen statt, die rechtspopulistische AfD, die intensive Kontakte mit den US-Republikanern pflegt, führt in Umfragen haushoch.

Eine Auswahl der Spott-Beiträge über JD Vance als „Wahlhelfer“:

Vance: Von Sturz nicht überrascht
Als erster Vertreter der US-Führung hat James David Vance jetzt auf die Niederlage von Viktor Orbán und damit indirekt auf die Memes reagiert. Er habe das Wahlergebnis zwar mit Trauer aufgenommen, jedoch habe ihn der Sturz Orbáns nicht unerwartet getroffen, behauptete er gegenüber dem Portal „Politico“.

Im Nachhinein will der US-Vizepräsident seinen Auftritt in Budapest auch gar nicht als Wahlhilfe für Orbán verstanden wissen. Es sei dabei nicht darum gegangen, Orbán zum Sieg zu verhelfen, sondern um Solidarität mit einem treuen Verbündeten zu zeigen. Bei seiner Rede vergangene Woche hatte er noch anders geklungen: „Geht am Sonntag wählen und stellt euch an die Seite Viktor Orbáns“, gab Vance damals eine klare Wahlempfehlung ab.

Kein Kommentar von Trump
US-Präsident Trump hat trotz Nachfrage von Journalisten bisher keinen Kommentar zur Niederlage seines engsten europäischen politischen Verbündeten abgegeben.

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