Gab kein Halten mehr

Die besten Bilder: Jubelrausch nach Orbáns Abwahl

Ausland
13.04.2026 13:14

Ungarn hat einen historischen Wahlsonntag hinter sich! Im ganzen Land herrscht nach der Rekord-Abstimmung Euphorie. Speziell die Menschen in der Hauptstadt Budapest gaben sich einem wahren Jubelrausch hin.

„Ungarn hat heute Geschichte geschrieben“, betonte der siegreiche Péter Magyar in seiner Rede am Sonntagabend vor zehntausenden Anhängern am Donauufer in Budapest. „Wir haben unsere Heimat zurückgeholt.“

Noch nie habe eine Partei in Ungarn eine derart starke Legitimation erhalten, sagte er mit Hinweis auf den großen Wahlsieg und die historische Wahlbeteiligung von fast 80 Prozent.

Das zeigte sich vor allem in Budapest – wo alle Dämme brachen. „Vége van!“, riefen jubelnde Menschen immer wieder. Ungarisch für: „Es ist vorbei!“ 16 Jahre Viktor Orbán, wirtschaftlicher Ruin und der Frust über die Beschneidung der eigenen Rechte entlud sich explosionsartig.

„Freudengesänge mischten sich mit Hasstiraden auf Fidesz“, beschrieb „Krone“-Redakteur Gabor Agardi, der vor Ort über die historische Wahlnacht berichtete, die Ausnahmestimmung. Mit jedem weiteren ausgezählten Wahlkreis stieg die Euphorie und dementsprechend der Alkoholpegel.

Menschen kletterten sogar auf Bäume und Straßenlaternen, um die feiernden Massen und das Spektakel mitverfolgen zu können.

Vor allem junge Leute, die keinen anderen Premier kennen außer Orbán, jubelten auf der rechten Donau-Seite. Dort hatten sich die Anhänger der neuen TISZA-Partei von Wahlsieger Péter Magyar (45) versammelt.

An jener Stelle sorgte auch ein Vertrauter des künftigen Premiers mit einer eigenwilligen Tanzeinlage für großes Schmunzeln (siehe Tweet oben). Der „Siegestanz“ von Zsolt Hegedűs auf der Parteibühne am Donauufer hat über Nacht mehr als eine Million Aufrufe erreicht.

Er ist eine der Schlüsselfiguren im Team von Magyar und ein führender Kandidat für Ungarns Gesundheitsministerium.

Reporter berichteten zudem von weinenden Menschen, die nicht glauben konnten, dass Orbáns Regime tatsächlich zerschlagen wurde. Die Ängste vor dem Wahlsonntag waren groß: Wie verlässlich sind die Umfragen? Wie wirkt sich das Wahlrecht aus? Wird Orbáns Fidesz am Wahlsonntag versuchen, zu tricksen? 

All diese Befürchtungen bewahrheiteten sich nicht. Orbán akzeptierte die Niederlage, was zu einem großen Aufatmen in Europa führte. „Die Wahlergebnisse sind, wenn auch noch nicht endgültig, klar. Für uns sind sie schmerzhaft, aber eindeutig“, sagte der Langzeit-Premier am Sonntagabend auf der Fidesz-Wahlveranstaltung. Magyar teilte auf Facebook mit, Orbán habe ihm telefonisch zum Wahlsieg gratuliert. Spätestens dann gab es kein Halten mehr.

Auch in Wien lebende Anhänger der ungarischen TISZA-Partei haben am Sonntagabend bei einer Wahlparty im 2. Wiener Gemeindebezirk den Sieg Magyars über Orbán gefeiert. „Wenn ich jetzt die ungarische Flagge sehe, bin ich stolz“, erklärte ein Besucher der APA. Das Wort „Hoffnung“ nannten die Menschen hier am häufigsten, wenn sie jetzt an die Zukunft Ungarns denken.

Unter Orbáns Fidesz hätten sich viele Auslandsungarn wie zweitrangige Bürger gefühlt: „Sie haben uns Verräter genannt.“ Die letzten Wochen seien anstrengend gewesen. Aber es hätte sich gelohnt. Der Tenor: „Lang lebe Ungarn!“

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