„Durch die Hintertür“

WWF kritisiert Vorarlbergs Wolfsabschuss-Novelle

Vorarlberg
13.04.2026 17:00
Porträt von Vorarlberg-Krone
Von Vorarlberg-Krone

Die Begutachtungsfrist für die Novelle des Jagdgesetzes in Vorarlberg läuft jetzt ab – die Tierschutzorganisation WWF hat rechtzeitig eine Stellungnahme abgegeben und befürchtet „pauschale Abschüsse durch die Hintertür“.

Der Wolf und der Umgang mit diesem sorgen erneut für einen Disput. Bekanntlich will das Land Vorarlberg das Jagdgesetz novellieren, um damit die Situation besser kontrollieren zu können. Die Novelle sieht unter anderem vor, dass ein Wolf künftig auch erlegt werden darf, wenn durch ihn „eine unmittelbare Gefahr für Menschen oder für auf Alpen oder Weiden gehaltene landwirtschaftliche Nutztiere besteht“, informierte das Land.

Und zwar bevor es zu einem Schaden oder gar zur Verletzung oder Tötung von Nutztieren kommt. Voraussetzung sei eine akute Gefährdungssituation, etwa wenn ein Angriff unmittelbar bevorstehe, bereits stattfinde oder noch andauere. Der Abschuss muss der Landesregierung dann unverzüglich gemeldet und entsprechend dokumentiert werden.

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In der geplanten Form widerspricht die Verordnung den europäischen Rechtsvorgaben und dem Vorarlberger Jagdgesetz.

Christian Pichler (WWF)

„Pauschale Abschüsse durch die Hintertür“
Die Begutachtungsfrist für die Novelle geht nun zu Ende, die Tierschutzorganisation WWF hat eine Stellungnahme dazu abgegeben, eine durchaus kritische. Die Novelle würde gegen europäisches Artenschutzrecht verstoßen und Abschüsse auch ohne eindeutige individuelle Identifizierung ermöglichen. „Das ermöglicht pauschale Abschüsse durch die Hintertür. In der geplanten Form widerspricht die Verordnung den europäischen Rechtsvorgaben und dem Vorarlberger Jagdgesetz, das Einzelfallprüfungen vorsieht“, sagt Christian Pichler vom WWF.

Er fordert eine entsprechende Überarbeitung der Novelle und will dazu den Herdenschutz stärker in den Fokus rücken. Seit Jahren wird über den „richtigen“ Umgang mit dem Beutegreifer diskutiert. Immer wieder wird dabei Nutztierwohl gegen Wildtierwohl ausgespielt.

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