Bei uns hat man sogar den niedrigen Mehrwertsteuersatz für Lebensmittel halbiert, dass dann Wurstblatt und Semmel unterschiedlich besteuert werden, gehört zu den bürokratischen Hoppalas hierzulande. Immerhin, so tönte die Regierung, könnte sich eine Familie im Jahr schon bis zu 70 Euro ersparen. Heißa, ja, das bringt’s. Oder gäbe es noch andere Wege?
Na, schauen wir einmal in die Schweiz. Ja, Sie haben richtig gesehen, bei uns beträgt die Mehrwertsteuer 20 Prozent, da greift der Staat schon in die Vollen. Und in der Schweiz? Dort liegt die Mehrwertsteuer lediglich bei 8,3 Prozent!
Wie macht das die Schweiz? Erleben die Besucher der Schweiz als Armutsfalle? Gibt es Anzeichen von sozialer Verwahrlosung? Fehlende Infrastruktur, aber die beste Bahn der Welt?
Wie schafft die Schweiz dieses „Wunder“? Dafür gibt es mehrere Erklärungen. Wie zum Beispiel: In der Schweiz gibt es einen Steuerwettbewerb der Regionen. Wer sparsam ist und niedrigere Steuersätze hat, lockt mehr Investitionen an, das bringt wieder trotz günstiger Steuersätze mehr Geld in die Staatskasse. Konzerne wie Nestle, Novartis oder die Banken nutzen die Niedrigsteuern in der Schweiz.
Die Konsequenz? Würde Österreich seine Steuer- und Abgabenquote auf EU-Durchschnittsniveau senken, brächte das eine Entlastung von 18,6 Milliarden Euro. Von der Schweiz ganz zu schweigen. Sparsamkeit ist das wahre Zauberwort …
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