„Möge die Macht mit dir sein“: Dieses berühmteste Zitat der Filmreihe „Star Wars“ hat das Schicksal von Tristan Hausensteiner geprägt (und ist auch in den Grabstein gefräst) – bis zu seinem traurigen Tod. Kürzlich kam eine Hiobsbotschaft: Die Lieblingsfigur des aus Hanfthal bei Laa an der Thaya (NÖ) stammenden „Trisi“, die das Grab „mächtig dominierte“, ist von herzlosen Dieben gestohlen worden.
Und so war es auch, dass in den drei Jahren, in denen der Knochenkrebs just an einer ungünstigen Stelle der Wirbelsäule wütete – bei dem Jugendlichen aus Hanfthal bei Laa an der Thaya im Bezirk Mistelbach, um den schon zu Lebzeiten des 17-Jährigen von einer Serie und einer Statue aus eine schier „magische“ Macht „ausgestrahlt“ wurde.
Tristans (Froh-)Mut auch nach der Diagnose wirkte „ansteckend“
Als 2019 die traurige Diagnose kam und es klar war, dass man den Krankenherd des „Osteosarkoms“ (Knochenkrebsart) nicht so einfach bekämpfen können wird, ist die sprichwörtliche „Macht“ der Science-Fiction-Vorbilder das erste Mal zutage gekommen.
Selbst Ärzte des St. Anna Kinderspital hätten einen so positiven Patienten noch nicht erlebt, so die Mutter. Es waren Sätze wie „Mama, sei froh, dass du oder Papa und auch meine Freunde das nicht haben“ nach der Diagnose und er später, als es im schlechter ging, meinte „Ich bin mit mir im Reinen“: Es war Tristan, der sogar in seiner letzten Lebensphase andere „ermutigte“. Sechs Wochen verbrachte er auf einer Spezialklinik im deutschen Heidelberg.
St. Anna Kinderspital hat ein unglaublich professionelles Team
Seine Eltern erklären: „Das St. Anna Kinderspital ist ein Ort, an dem eine sehr positive Stimmung herrscht, das Team ist hervorragend. Auch der externe onkologische Pflegedienst – der mobile Dienst, der krebskranke Kinder zu Hause betreut, leistete exzellente Arbeit und ist jede Spende wert“. Daher wurde im Ort alljährlich ein großes Fest organisiert, dessen Einnahmen an die Organisation gingen.
Die „Macht“ seiner Lieblingsserie hielt bis zum letzten Atemzug an
Als sich die „Make-a-Wish-Foundation“ meldete, meinte Tristan, dass „Wünsche eher anderen zugutekommen sollen“. Die Mutter wandte sich an die „Storm-Trooper“-Fans – und die fiktiven Soldaten eines Klubs erwiesen in ihrer Weltraumuniform ihrem wohl größten Fan dann die letzte Ehre.
Für die Eltern war es nun ein Schock, als in der Mitte des Grabes plötzlich der „Mandalorian“ fehlte. Trotzdem hörte sie ihren Sohn sagen: „Mach dir nichts draus“, so seine Mutter. Die „Macht“ ließ also auch hier die Trauer nicht wieder aufleben. Obwohl: „Jedes Mal, wenn ich beim Friedhof bloß vorbeifahre und den leeren Platz sehe, kommen mir dann doch die Tränen.“
Hinweise zum Diebstahl an die Polizei Laa, 059 133 3268-100.
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