Thema des Tages

Vorsicht vor den Spezialisten für miese Stimmung

Innenpolitik
13.04.2026 08:55

Sebastian Kurz und Harald Vilimsky hatten für Viktor Orbán sicher bis zuletzt noch fest die Daumen gedrückt. Der Alt-Kanzler von der ÖVP und der freiheitliche EU-Abgeordnete sind zwei besonders begeisterte Fans des 16 Jahre lang an der Macht klebenden ungarischen Premierministers.

Über die Gründe der Anziehung, die der Puszta-Zar auf seine österreichischen Verehrer ausübt, kann man allerdings nur spekulieren.

Möglicherweise liegt es daran, dass Orbán wirklich charismatisch wirken kann. Aber auf eine gruselige Art sind Putin und Trump ja auch faszinierende Typen.

Die Motive für die Begeisterung bei der kurzzeitig türkisfarbenen ÖVP und bei den Freiheitlichen mit Kickl & Co. liegen aber eher in Orbáns harter Ausländerpolitik und dem doppelzüngigen EU-Kurs nach dem Motto: Ich mag euch zwar nicht, aber euer Geld nehm ich trotzdem.

Dass Ungarn unter Orbán bald vier Jahrzehnte nach Ende des Kommunismus zu einem der korruptesten und ärmsten Länder Europas wurde, erzählen Orbáns Freunde freilich nicht. Auch nicht, dass man zu Orbáns Clique gehören muss, um in Ungarn ein gutes oder sehr gutes Leben führen zu können.

Ab heute aber Vorsicht: Nach den Wahlen könnten spezielle Leute in Budapest arbeitslos werden. Das sind die üblichen „Berater“, die ihr Wissen mit schmutzigen Internet-Kampagnen nach Österreich verkaufen könnten. Diese Methoden sind nicht immer erfolgreich. Aber sie reichen für miese Stimmung, Wut und Angst.

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