NÖ Landesparteitag

Keine Abstrafungen für SPÖ-Granden nach Zwist

Niederösterreich
30.05.2026 14:35

Sven Hergovich wurde mit 86,3 Prozent am Landesparteitag der SPÖ Niederösterreich bestätigt. Auch seine Stellvertreter – sogar Staatssekretärin Ulrike Königsberger-Ludwig – bekamen alle mehr als 80 Prozent Zustimmung. 

„Geschlossenheit“ und „Zusammenhalt“ waren die meistverwendeten Worte, die am Landesparteitag der SPÖ Niederösterreich von den vielen Rednern verwendet wurden. Landesparteichef Sven Hergovich hatte in seiner Rede reichlich Kritik an der ÖVP-FPÖ-Landeskoalition mit im Gepäck, wobei in Richtung ÖVP die verbalen Hiebe weitaus schaumgebremster erfolgten, als die in Richtung FPÖ.

Um mehr Emotionen in seiner Rede zu entfachen, formulierte Jungvater Hergovich seine Ziele für die Zukunft so, wie wenn er seiner fünf Monate alten Tochter einen Brief schreiben würde. Er beschrieb wie das Land aussehen soll, in dem sie mal leben werde: „Es soll an nichts fehlen. Es soll egal sein, woher die Eltern kommen und es soll egal sein, ob man ein Bub oder ein Mädchen ist“, betonte der Parteivorsitzende das, wofür die Sozialdemokratie stehe. 

„Ein Niederösterreich, das keinen zurücklässt“
„Die Aufgabe der Politik ist es, dass das Leben der Menschen besser wird. Es geht nicht um Schlagzeilen, oder den Applaus. Es geht um Menschen und ein Niederösterreich, das keinen zurücklässt. Das ist nicht der Weg eines Einzelnen, sondern ein gemeinsamer Weg“, holte Hergovich dann die SPÖ-Spitze mit Vizekanzler Andreas Babler, Ministerin Korinna Schumann und seine Stellvertreter unter tosendem Applaus auf die Bühne. 

Der Vizekanzler kündigte indes am Landesparteitag an, dass die Bundesregierung eine dreiviertel Milliarde Euro an Mitteln für den Wohnbau bereitstelle. Und auch Finanzminister Markus Marterbauer war gekommen und verkündete, dass das Doppelbudget nun fertig sei. 

Hergovich und Stellvertreter bestätigt
Der Landesparteivorsitzende Sven Hergovich wurde im Anschluss mit 86,3 Prozent bestätigt. Im Vorfeld zum Parteitag meinte er, dass mit einem Ergebnis über 70 Prozent zufrieden sein würde. Auch für seine Stellvertreter gab es trotz vorangegangenem Parteizwist – ein angekündigte Gegenkanditur zu Hergovich von Staatssekretärin Ulrike Königsberger-Ludwig verlief rasch im Sand – durchwegs über 80 Prozent Zustimmung.

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