Um Mitternacht hat ein Streik des Kabinenpersonals bei der Lufthansa begonnen. Das bestätigte eine Sprecherin der Gewerkschaft UFO in der Nacht auf Freitag. Der Streik dürfte zum Ausfall von über 520 Flügen bei der deutschen AUA-Muttergesellschaft führen.
UFO moniert, weder in Sachen bessere Arbeitsbedingungen für die rund 19.000 Flugbegleiter noch beim Sozialplan für die rund 800 Beschäftigten der vor dem Aus stehenden Tochter Cityline habe sich die Arbeitgeberseite bewegt. Die Flugbegleiter sind aufgerufen, am Freitag bis 22 Uhr die Arbeit ruhen zu lassen.
Es ist nach zwei Runden mit Pilotenstreiks bereits der dritte große Ausstand in diesem Jahr bei Deutschlands größter Fluggesellschaft. Lufthansa hat zwar Gegenmaßnahmen angekündigt, gleichzeitig aber bereits im Vorfeld Hunderte Flüge gestrichen. Neben der Kernmarke wird auch die Regionaltochter Lufthansa Cityline bestreikt.
AUA springt teilweise ein
In Deutschland werden die Lufthansa-Fluglinien Discover, Lufthansa City und Eurowings nach Möglichkeit Zusatzflüge übernehmen, wie der Konzern mitteilte. Auch die internationalen Töchter wie Austrian Airlines (AUA), Swiss, Brussels Airlines, Air Dolomiti und ITA Airways würden versuchen, zusätzliche Frequenzen anzubieten und auf ihren Flügen von und nach Deutschland größere Flugzeuge einzusetzen.
Bei der AUA werden auf den Verbindungen nach München und Frankfurt größere Maschinen zum Einsatz kommen, erklärte eine Sprecherin der Airline gegenüber der APA. Der Streik in Deutschland führe aber zu keinen Änderungen im AUA-Flugplan.
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