Meereis auf Tiefstand

Fast Rekord: März bringt Europa hohe Temperaturen

Klima
10.04.2026 08:02
Porträt von krone.at
Von krone.at

Europa erlebte den zweitwärmsten März seit Messbeginn – nur ein Jahr war noch heißer. Auch die Meere sind auffällig warm: Der EU-Klimadienst Copernicus meldet im vergangenen Monat die zweithöchste Temperatur an der Oberfläche. Weltweit war es der viertwärmste März.

Der bisherige Rekord-März war im Jahr 2024. Damit setze sich der Trend extremer Temperaturen fort, hieß es. Die globale Durchschnittstemperatur lag demnach bei 13,94 Grad Celsius. Dieser Wert liegt 1,48 Grad über dem geschätzten vorindustriellen Durchschnitt der Jahre 1850 bis 1900 für diesen Monat und 0,53 Grad über dem März-Mittel der Jahre 1991 bis 2020.

Trockenheit und Überschwemmungen
Besonders deutlich zeigte sich die Erwärmung in Europa, wo die Durchschnittstemperatur mit 5,88 Grad Celsius deutlich – um 2,27 Grad – über dem Referenzwert der Jahre 1991 bis 2020 lag. Während weite Teile des Kontinents trockener als im Durchschnitt waren, kam es in Regionen wie dem Mittelmeerraum und Skandinavien durch starke Regenfälle teils zu Überschwemmungen.

Besonders für die Tierwelt hat das schwindende Eis gravierende Folgen.
Besonders für die Tierwelt hat das schwindende Eis gravierende Folgen.(Bild: Yuuki Kobayashi - stock.adobe.com)

Arktis-Eis schmilzt auf Rekord-Tief
Ein Minusrekord wurde in der Arktis gemessen: Die Meereisausdehnung erreichte im März den niedrigsten jemals aufgezeichneten Wert für diesen Monat und lag 5,7 Prozent unter dem Durchschnitt, hieß es in der Mitteilung. Die globale Temperatur an der Meeresoberfläche lag mit durchschnittlich 20,97 Grad auf dem zweithöchsten jemals gemessenen Stand für einen März.

Weltweit gab es starke Kontraste: Während im Westen der USA eine lang anhaltende Hitzewelle wütete, erlebten Regionen wie Alaska, Kanada und Nordwestsibirien laut Copernicus ungewöhnlich kalte Bedingungen. „Jede Zahl für sich alleine ist auffällig“, erklärte Copernicus-Direktor Carlo Buontempo zu der März-Bilanz. „Zusammen zeigen sie das Bild eines Klimasystems, das unter dauerhaftem und sich beschleunigendem Druck steht.“

Der Klimawandeldienst der Europäischen Union veröffentlicht regelmäßig Daten zu Temperaturen, Meereis und Niederschlägen. Grundlage ist unter anderem der ERA5-Datensatz, in den Milliarden Messungen von Satelliten, Schiffen, Flugzeugen und Wetterstationen weltweit einfließen.

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Loading
Kommentare Banner - Die Stimme Österreichs

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

Hinweis in eigener Sache: Das krone.at-Forum präsentiert sich ab sofort in neuem Design! Wir freuen uns über konstruktives Feedback. Damit die Diskussionen in den Kommentarbereichen beim jeweiligen Thema bleiben, können Sie uns Rückmeldungen hier hinterlassen.

krone.tv

Top 3
Kostenlose Spiele
Vorteilswelt

Magazine der Kronen Zeitung