Vorrangzone gestrichen

Windkraft-Beschleunigung geht die Puste aus

Oberösterreich
09.04.2026 12:49
Porträt von Krone Oberösterreich
Von Krone Oberösterreich

Der Windkraft geht in Oberösterreich der Rückenwind aus. Im Mühlviertel wurde eine Vorrangzone für Windenergie nun vom Land Oberösterreich gestrichen. Hintergrund ist, dass die Tschechen erfolgreich interveniert haben.

Das Land Oberösterreich reduziert die Flächen für Beschleunigungszonen für Windkraft. Eine geplante Zone im Mühlviertel beim bestehenden Windpark am Sternwald wird nicht kommen, hieß es aus dem Büro von Energielandesrat Markus Achleitner (ÖVP) am Donnerstag. Grund dafür seien Bedenken aus Tschechien. Jene Vorrangzone könne negative Auswirkungen auf Naturschutzgebiete sowie auf Vögel, Fledermäuse und große Säugetiere haben, hieß es in der Stellungnahme, die von „MeinBezirk“ zitiert wurde.

UVP nicht beeinflusst
Eigentlich war beabsichtigt, beim Sternwald ein Gebiet von rund 320 Hektar als Beschleunigungszone auszuweisen. Doch diese gefährde Wolf, Luchs und Elch sogar „existenziell“. Windräder im Mühlviertel könnten „zum lokalen Aussterben dieser Arten führen“, so die Argumentation der Tschechen. Das daher vom Land Oberösterreich angekündigte Streichen habe aber keine Auswirkungen auf das bereits seit Juli 2025 laufende UVP-Verfahren für den bestehenden Windpark, der vergrößert werden soll.

Größe der Beschleunigungszonen schrumpft weiter
Dennoch schrumpft wohl die ohnehin schon geringe Fläche für Beschleunigungszonen, laut Land Oberösterreich 0,74 Prozent der Landesfläche, damit weiter. Im Mühlviertel dürfte es demnach keine Vorrangzonen mehr geben, jene beiden im Innviertel im Kobernaußerwald (5900 Hektar) und Weilhartsforst (2650 Hektar) sind ja auch nur begrenzt als solche nutzbar, da sie in Tiefflugzonen des Bundesheeres liegen.

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