Budgetverhandlungen

Die Pensionisten bringen sich in Stellung

Innenpolitik
09.04.2026 12:16

Kampfbereit zeigen sich die Pensionistenvertreter anlässlich der gestarteten Budgetverhandlungen. „Wir verlangen die volle Inflationsanpassung und das für alle“, betonen Seniorenbundpräsidentin Ingrid Korosec und Birgit Gerstorfer, Präsidentin des Pensionistenverbands. Sie erheben auch eine völlig neue Forderung.

Korosec kündigt „harte Verhandlungen“ an. Die Senioren würden keine weiteren Belastungen akzeptieren. Die aktuelle Energiekrise belaste Pensionisten zusätzlich mit 150 bis 200 Euro im Monat. Die ältere Generation könne keinen weiteren Beitrag zur Budgetsanierung leisten, betonen Korosec und Gerstofer.

Senioren fordern Einbindung
„Wir wollen mitreden und mitentscheiden. Die Einbindung ist sehr wichtig“, sagt Korosec in Richtung der Regierung. Beim Schnüren des aktuellen Sparbudgets sei man nicht eingebunden gewesen. Das werde man sich nicht noch einmal gefallen lassen. „Die Pensionisten können ihr Einkommen nicht steuern. Sie haben nur die Pension“, so Gerstorfer. Ein Gespräch mit dem Sozialministerium habe es bereits gegeben. Und auch einen Termin mit Finanzminister Markus Marterbauer (SPÖ) sei bereits vereinbart.

Sozialministerin Schumann wird in die Pflicht genommen.
Sozialministerin Schumann wird in die Pflicht genommen.(Bild: APA/ROLAND SCHLAGER)

Die 2,2 Millionen Pensionisten in Österreich wurden bei der Budgetsanierung doppelt zur Kasse gebeten: einmal durch die Anpassung unter der Inflation und ein weiteres Mal durch die Erhöhung der Krankenversicherungsbeiträge. Letzteres bringt jährlich 500 Millionen zusätzlich. Neuerliche Belastungen sind für Korosec und Gerstorfer aus diesem Grund unzumutbar.

Pensionshöhe

Die durchschnittliche Pension der Frauen liegt bei 1498 Euro brutto im Monat, jene der Männer bei 2379 Euro. 

Die beiden Präsidentinnen stellen sich aber nicht nur gegen weitere Belastungen, sie fordern auch mehr Geld für die älteren Menschen im Land und zwar in Form einer Digitalisierungsoffensive für die Generation 60plus und sie erheben eine völlig neue Forderung.

Für das Arbeiten neben einer Alterspension bzw. über dem gesetzlichen Pensionsalter hinaus wird es ab 1. Jänner 2027 einen Steuerfreibetrag von bis zu 15.000 Euro pro Jahr (1250 Euro monatlich) geben. Geplant ist, dass Männer dafür 40 Versicherungsjahre (480 Versicherungsmonate) und Frauen 36,5 Versicherungsjahre (438 Versicherungsmonate) aufweisen müssen. Der Seniorenrat fordert, dass für Frauen 30 Versicherungsjahre genug sein müssen.

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