Man soll den Teufel nicht an die Wand malen, lautet ein Sprichwort. Doch die aktuellen, geopolitischen „Herausforderungen“ haben es schon in sich. Da wären unter anderem der schon vergessene US-Handelskonflikt mit dem Rest der Welt, der längst aus dem Blick geratene Krieg in der Ukraine und zuletzt auch noch die von den USA angezettelte Auseinandersetzung im Iran. Dazu kommen noch ein global schwaches Wachstum und überschuldete Staatshaushalte – um nur die gröbsten Baustellen aufzuzählen.
Die Sperre der Straße von Hormus hat das Fass zum Überlaufen gebracht. Sie ist die Hauptader für Öltransporte. Was passiert, wenn diese 40 Kilometer breite Passage geschlossen ist, haben wir alle zu spüren bekommen. Auch wenn der vereinbarte Waffenstillstand inklusive Öffnung der Straße vorerst etwas Ruhe und sinkende Ölpreise brachte, bleibt die Lage weiter angespannt. Wie es nämlich weitergeht, ist vollkommen offen.
Schon jetzt hat der Konflikt der Weltwirtschaft einen ordentlichen Dämpfer verpasst. Die heimischen Wirtschaftsforschungsinstitute Wifo und IHS haben ihre Prognosen nach unte revidiert. Verschärft sich die Situation im Nahen Osten erneut bzw. dauert der Konflikt länger, dann ist es zu einer echten Weltwirtschaftskrise nicht mehr weit. Eine solche abzuwenden, hat Österreich aber nicht in der Hand. Wir können uns nur gut auf die Auswirkungen vorbereiten. In der Schublade sollten jedenfalls griffbereit Konjunkturpakete (zum Beispiel für Investitionen in Infrastruktur), eine Entlastung der Haushalte und Firmen (zum Beispiel bei den Lohnnebenkosten), Kurzarbeitshilfen, staatliche Garantien, Steuerstundungen usw. liegen.
Das Budget zu sanieren, muss in diesem Fall nach hinten verschoben werden. Dann muss nämlich – wie zur Finanzkrise 2008 oder Corona – das Retten von Arbeitsplätzen und Unternehmen sowie die gezielte Absicherung und Stabilisierung des Landes Priorität haben.
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