„Krone“-Kommentar

Planlos in die dritte große Wirtschaftskrise

Außenpolitik
07.04.2026 05:00

Eigentlich wäre es die Aufgabe des Bundespräsidenten oder des Bundeskanzlers, einen weiten Ausblick auf die zu erwartende wirtschaftliche Entwicklung zu geben. Aber wie so oft wird diese Aufgabe den Medien überlassen. Um dann zu sagen, dass wir nur schlechte Nachrichten überbringen.

Aber es hilft nichts, jemand muss es ja tun.

Also fangen wir an: Was im Iran gerade passiert und in den nächsten Tagen offenbar mit noch größerer Wucht durch die Amerikaner und Israelis passieren wird, betrifft uns alle. Die Folgen werden schneller eintreffen, als Wirtschafts-, Finanz- und Infrastrukturminister ihre Reste an Ostereiern aufessen können.

Da geht es um mehr als Luxusfragen, ob Urlaubsflüge bis zur Unleistbarkeit teurer werden. Sogar die Preise für Diesel und Super könnten zum Randthema werden, wenn die Krise in alle Bereiche des täglichen Lebens durchschlägt.

Die Spritpreisbremse von Stocker und Babler wird als teures, aber wirkungsloses Instrument in Erinnerung bleiben – von hilflosen Leuten, die es nett meinten, aber keine Ahnung haben.

Die Wahrheit ist doch, dass Europa nach Corona und nach dem russischen Überfall auf die Ukraine mit dem Nahostkrieg jetzt auf die dritte große Wirtschaftskrise zusteuert – oder schon mittendrin ist.

Zu sagen, dass Donald Trump nicht alle Tassen im Schrank hat, ist als europäische Idee etwas zu wenig.

Nun warten wir einmal gespannt auf die Gedanken des Bundespräsidenten und des Bundeskanzlers.

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