Vier Mitarbeiter einer Weinviertler Firma schlugen bei der Arbeiterkammer in Niederösterreich Alarm. Sie forderten die Nachzahlung von ausstehenden Löhnen. Es zeigte sich jedoch, dass mehr Beschäftigte betroffen waren.
Kein Lohn, kein Weihnachtsgeld und zahlreiche unbezahlte Überstunden: Vier Mitarbeiter einer Montagefirma aus dem Bezirk Hollabrunn meldeten sich bei der Arbeiterkammer Niederösterreich, nachdem sie über Monate hinweg kein Geld von ihrem Chef erhalten hatten.
Mehrere Versuche, den Geschäftsführer des Unternehmens zu erreichen, scheiterten laut AK-Bezirksstellenleiter Martin Feigl kläglich: „Wir haben es telefonisch versucht, per Mail – auch die Mitarbeiter selbst bekamen keine Rückmeldungen.“ Aus diesem Grund mussten die offenen Ansprüche beim Arbeitsgericht eingeklagt werden.
Knapp 350.000 Euro waren offen
Die Folge: Die Firma meldete Insolvenz an. Denn was zunächst nach vier Einzelfällen ausgesehen hatte, entwickelte sich schnell zu einem größeren Fall: Insgesamt meldeten sich 16 betroffene Dienstnehmer bei der Arbeiterkammer. In Summe wurden knapp 350.000 Euro nicht ausbezahlt.
Nach Angaben der Mitarbeiter sei das Verhältnis zum Geschäftsführer zunächst gut gewesen. Die ausbleibenden Lohnzahlungen habe dieser immer wieder mit noch offenen Großaufträgen erklärt.
Experten der Arbeiterkammer Niederösterreich meldeten die offenen Forderungen beim Insolvenzentgeltfonds an, damit die Beschäftigten möglichst rasch zu ihrem Geld kommen.
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