Monte Carlo bittet zur großen Formel-1-Show! Vier Erfolge in Serie stempeln Kimi Antonelli zum Weltmeister 2026 …
Vor einem Jahr verließ Kimi Antonelli nach einem 18. Platz Monte Carlo mit hängendem Kopf – heuer kehrt er zurück. Und das als WM-Leader, als jener Pilot, den es zu schlagen gilt. Denn geht es rein nach der Statistik, ist der 19-Jährige praktisch schon Weltmeister! Nicht weil er mit 43 Punkten Vorsprung auf seinen Mercedes-Teamkollegen George Russell an die Cote d’Azur reiste, sondern weil ein Blick in die Geschichtsbücher offenbart, dass ein Pilot, der innerhalb einer Saison vier oder mehr Siege in Serie feiern konnte, in 24 von 25 Fällen auch die „Krone“ gewann. Das begann 1952 mit Alberto Ascari (6) und endete 2023 bei Max Verstappen (10). Das einzige Mal, dass es am Ende nicht mit dem Titel klappte, war 2016, als sich Lewis Hamilton seinem damaligen „Silberpfeil“-Kollegen Nico Rosberg geschlagen geben musste. Schlägt also schon heuer die große Stunde für Kimi Antonelli?
„Bin genau so, wie ihr mich hier seht“
Heftete man sich in den letzten Tagen an die Fersen des Jungstars, dann ist dieser Schluss durchaus gerechtfertigt. Nachdem Antonelli in Brisghella die Lorenzo-Bandini-Trophäe für herausragende Leistungen im Motorsport erhalten hatte, fand er deutliche Worte. „Natürlich habe ich mit Toto Wolff auch über die Situation 2016 gesprochen, er hat mir alle negativen, aber auch die positiven Aspekte aufgezeigt. Denn ich weiß auch, dass die Herausforderung mit George im Laufe der Saison noch sehr hart wird“, sagte der Bolognesi und betonte mit Blick auf die unzähligen Fans in der 7000-Seelen-Gemeinde: „Ich bin genau so, wie ihr mich hier seht, ich stehe mit beiden Beinen am Boden, aber auf der Rennstrecke sieht die Sache anders aus. Da gibt es kein Engelsgesicht, die Formel 1 ist ein großes Haifischbecken, in dem man frisst oder gefressen wird!“
Am Sonntag will Kimi zwischen Sainte Dévote, Casino und Rascasse zuschnappen – mit der Nummer 12 auf der Nase seines Mercedes-Boliden. Die „12“ – eine Hommage an Ayrton Senna, der mit dieser Nummer im Lotus seine ersten großen Erfolge gefeiert hat. Wie Senna könnte Antonelli auch zum Super-Hero von Monaco werden, allein von der Fahrzeugbeherrschung, der Art und Weise, wie Kimi das Auto am Limit bewegt, ist der Vergleich mit dem am 1. Mai 1994 in Imola tödlich verunglückten brasilianischen Superstar legitim.
1000. GP für McLaren
Aber die Konkurrenz schläft nicht. Neben Russell haben auch Lokalmatador Charles Leclerc, Lewis Hamilton (beide Ferrari), Lando Norris, Oscar Piastri (McLaren fährt seinen 1000. Grand Prix) und Max Verstappen (Red Bull) das Ziel, in der Fürstenloge die Champagner-Dusche zu genießen …
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