Ein Gastgarten in der Brigittenau lässt nun schon seit zwei Jahren die Wogen hochgehen. Trotz Schließungen und Besitzerwechseln taucht der heruntergekommene und leere Schanigarten immer wieder auf. Nun reicht es auch der Bezirksvorsteherin – sie fordert Konsequenzen.
Regelmäßig treiben die Schanigärten der Stadt Autofahrern Zornesfalten auf die Stirn. Kein Wunder, sehen die motorisierten Stadtbewohner doch ihre Parkplätze in Gefahr. Ein Gastgarten in der Brigittenauer Jägerstraße veranlasst jedoch aus ganz anderem Grund sogar die Bezirksvorstehung dazu, sich massiv über die Zustände und auch die Zuständigkeiten zu beschweren.
Ein „Krone“-Leser bemerkte schon vor einiger Zeit, dass der Gastgarten in der Jägerstraße „verwaist aussieht“. Auf Nachfrage der „Krone“ zeigen sich Zustände, die eher an ein Schmierentheater, als an vernünftige Verwaltung denken lassen. Doch was ist eigentlich passiert? Am 15. März 2024 (!) wurde der knapp 23 Quadratmeter große Schanigarten genehmigt, am 28. März folgten erste Beschwerden: Hier ist kein Betrieb! Am 2. April und am 3. Mai forderte die Bezirksvorstehung das Magistrat dazu auf, Maßnahmen zu ergreifen. Am 21. Mai wurde der Betrieb des Lokals eingestellt.
Wir lassen einen unbenutzten, devastierten Schanigarten räumen und die Möblierung steht gefühlt eine Woche später schon wieder.

Brigittenaus Bezirksvorsteherin Christine Dubravac-Widholm
Bild: Martin A. Jöchl
Der Schanigarten wurde jedoch nie weggeräumt, wie Beschwerden vom 29. Juli und 22. Oktober zeigen. Weitere Schritte würden veranlasst, meinte das Magistrat. Doch Fehlanzeige: Am 3. April 2025 stand der Schanigarten wieder, im selben Monat wurde er durchs Magistrat entfernt. Der Besitzer des Lokals wechselte, der Schanigarten wurde aufgestellt, die Genehmigung jedoch verweigert. Laut Lokalaugenscheinen am 16. und 29. Mai 2026 steht der verwaiste Garten noch immer.
Bezirkschefin Christine Dubravac-Widholm reicht es: „Offensichtlich funktioniert die Verordnung nicht. In anderen Bezirken erlebe ich das nicht so. Ich erwarte von den zuständigen Behörden eine zeitnahe Lösung, die dieses Mal auch nachhaltig ist!“
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