Auf „Partner der USA“

Iran droht mit Angriffen außerhalb der Golfregion

Ausland
07.04.2026 13:36
Porträt von krone.at
Von krone.at

Die iranischen Revolutionsgarden haben mit Angriffen außerhalb der Golfregion gedroht. Das könne dann passieren, wenn die USA rote Linien überschreiten würden, hieß es in einer Erklärung am Dienstag. Ins Visier nehme man die Infratruktur der Vereinigten Staaten und deren Partner in der Region.

Die Öl- und Erdgasversorgung aus der Region könnte jahrelang unterbrochen werden, heißt es weiter. Man gebe die Zurückhaltung auf.  Zuvor sagte ein Sprecher der iranischen Khatam-al-Anbiya-Kommandozentrale, die „rüde, arrogante Rhetorik und haltlosen Drohungen des wahnhaften US-Präsidenten“ würden Irans Angriffe gegen die „amerikanischen und zionistischen Feinde“ nicht stoppen. Die arabischen Staaten sollten Trump klarmachen, dass der Persische Golf „kein Ort für Glücksspiel ist“, sagte der aupenpolitische Berater des obersten iranischen Führers, Ali-Akbar Welayati.

Die iranische Führung lehnt eine Waffenruhe weiterhin ab. Die Revolutionsgarden, die das eigentliche Sagen im Iran haben, fordern unter anderem das Recht auf Uran-Anreicherung, den Abzug aller US-Stützpunkte aus dem Persischen Golf sowie die Kontrolle der Straße von Hormuz durch den Iran. Trump hat den Revolutionsgarden eine Frist bis Mittwoch, 2 Uhr MESZ, gesetzt, um die Straße von Hormuz wieder freizugeben. Andernfalls will er Brücken und Kraftwerke im Iran zerstören lassen.

Keine vorübergehende Feuerpause
Man lehne auch eine vorübergehende Feuerpause ab, sagte ein hochrangiger iranischer Insider. Gespräche über einen dauerhaften Frieden setzten die sofortige Einstellung der Angriffe, Garantien gegen deren Wiederaufnahme sowie eine Entschädigung für entstandene Schäden voraus. Zur Straße von Hormuz hieß es, dass es Gebühren für die Durchfahrt geben solle. Die Höhe solle von der Art des Schiffs, seiner Ladung und den jeweiligen Umständen abhängen. Trump wies den Vorschlag als unzureichend zurück.

65 Energieanlagen angegriffen und beschädigt
Laut Fatih Birol, dem Direktor der Internationalen Energieagentur (IEA), wurden im Krieg bereits mindestens 65 Energieanlagen angegriffen und beschädigt, ein Drittel davon schwer oder sehr schwer. Sie wieder instand zu setzen, werde sehr lange dauern. Die aktuelle Krise sei „schwerwiegender als die Krisen von 1973, 1979 und 2022 zusammen“, zeigte er sich wenig optimistisch. „Es wird sehr schnell, innerhalb weniger Monate, auf erneuerbare Energien zurückgegriffen werden“, prognostizierte Birol. Zudem werde die Krise auch „den Schwung zugunsten der Kernenergie, einschließlich kleiner modularer Reaktoren, wiederbeleben“.

Wer wen angreift
Die Angriffe Israels und der USA im Iran haben eine Kettenreaktion ausgelöst. Das iranische Militär reagierte mit Gegenangriffen, die nicht nur Israel treffen. Ein Ziel ist auch die Golfregion, dazu zählen Länder wie Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE), Katar, Bahrain und Kuwait. Auf der anderen Seite greifen Verbündete der iranischen Führung Israel an, zum Beispiel die Hisbollah-Miliz aus dem Libanon.

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Loading

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

Kostenlose Spiele
Vorteilswelt