Menschen-Schutzschilde

Grausamer Opfer-Aufruf der Mullahs an junge Iraner

Außenpolitik
07.04.2026 14:08
Porträt von krone.at
Von krone.at

Nachdem Donald Trump bereits mehrfach gedroht hat, sämtliche Kraftwerke des Iran in Schutt und Asche zu legen, wollen die Mullahs nun sogar menschliche Schutzschilde einsetzen. Dem iranischen Staats-TV-zufolge kam vom Regime der grausame Aufruf an „alle jungen Menschen, Sportler, Künstler, Studenten und deren Professoren“, sich schützend vor möglichen Angriffsziele zu stellen, um die Infrastruktur zu schützen.

Trump hat dem Iran gedroht, das Land zurück in die Steinzeit zu bomben, wenn die Straße von Hormuz nicht wieder für den Schiffsverkehr freigegeben wird. Der US-Präsident setzte dafür eine Frist fest, die am Mittwoch um zwei Uhr endet. Anderenfalls will er Brücken und Kraftwerke in der Islamischen Republik zerstören lassen.

Junge Menschen sollen sich opfern
Der iranische Politiker Alireza Rahimi, zuständig für Jugend und Heranwachsende, ließ nun eine Videobotschaft veröffentlichen, in der er die Bedeutung der Kraftwerke hervorhob. Die Anlagen seien „unser nationales Gut und Kapital“ und seien die Zukunft der Jugend. Genau deshalb sollen junge Menschen sich opfern und Schutzschilde bilden. 

Die iranische Atomanlage in Isfahan auf einer Archivaufnahme
Die iranische Atomanlage in Isfahan auf einer Archivaufnahme(Bild: AFP/HENGHAMEH FAHIMI)

Ein grausamer Aufruf, aber nicht der erste seiner Art, denn schon in der Vergangenheit ließen die Mullahs bei Spannungen mit dem Westen Menschenketten um sensible Infrastruktur bilden.

Doch nicht nur im Land selbst, sondern auch außerhalb kündigt der Iran Aktionen an, falls die USA rote Linien überschreiten sollten. In einer Erklärung kündigen die Revolutionsgarden an, ihrerseits die Infrastruktur der USA und deren Partner in der Region ins Visier zu nehmen. Die Öl- und Erdgasversorgung aus der Region könnte jahrelang unterbrochen werden, heißt es weiter. Man gebe die Zurückhaltung auf.

Die Infografik zeigt die Bedeutung der Straße von Hormuz als wichtige Frachtroute mit zahlreichen Öl- und Gasfeldern, Raffinerien und Pipelines in der Region. Das Balkendiagramm darunter stellt die täglichen Schiffspassagen von Februar bis April dar. Nach Kriegsbeginn Anfang März kommt der Schiffsverkehr durch die Meerenge zum Erliegen. Quelle: Port Watch.

Unterdessen nannte ein hochrangiger iranischer Insider Bedingungen der Islamischen Republik in den Verhandlungen mit den USA. Eine vorübergehende Feuerpause lehne man ab, sagte die Person der Nachrichtenagentur Reuters. Gespräche über einen dauerhaften Frieden setzten die sofortige Einstellung der Angriffe, Garantien gegen deren Wiederaufnahme sowie eine Entschädigung für entstandene Schäden voraus. Im Rahmen eines dauerhaften Abkommens fordere Teheran außerdem Gebühren für die Durchfahrt von Schiffen durch die Straße von Hormuz.

Wieder zahlreiche Tote bei Attacken im Iran
In der Nacht auf Dienstag sind nahe der Hauptstadt Teheran mindestens 18 Menschen bei israelisch-amerikanischen Luftangriffen getötet worden. Weitere 24 Bewohner der Provinz Albors seien bei den Attacken verletzt worden, berichtete die iranische Nachrichtenagentur FARS. Die Bombardierungen trafen Wohngebiete, wie der Vizegouverneur in Albors erklärte. Rettungskräfte seien rund um die Uhr im Einsatz. In der Pendlerstadt Pardis bei Teheran gab es sechs Tote.

Gegenangriff auf Israel mit Streumunition
Die iranische Armee antwortete mit Gegenangriffen. Bei einer neuen Attacke mit Raketen auf den Großraum Tel Aviv kam nach israelischen Militärangaben international geächtete Streumunition zum Einsatz. Dienstagfrüh heulten auch im Stadtzentrum der Küstenmetropole die Warnsirenen, die Bürger liefen in Schutzräume. Es waren dumpfe Explosionen zu hören.

Dramatische Eskalation droht
Kurz vor Trumps Ultimatum zeichnet sich keine Einigung mit Teheran ab. Während Trump seine Warnung vor einer „völligen Zerstörung“ aller iranischen Kraftwerke und Brücken bekräftigte, verspottete ein Sprecher der iranischen Militärführung dies als „haltlose Drohungen“ eines „wahnhaften“ Präsidenten. Damit droht eine dramatische Eskalation.

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