Die starken Preisanstiege bei Treibstoffen und Mineralölerzeugnissen schlagen sich auch auf die Großhandelspreise nieder. Im März kosteten beispielsweise Uhren und Schmuck (plus 15,7 Prozent) sowie Kaffee, Tee, Kakao und Gewürze (plus 12,6 Prozent) deutlich mehr als im Vormonat.
Betroffen waren laut Statistik Austria auch Geräte der Informations- und Kommunikationstechnik (plus 11,3 Prozent), Nicht-Eisen-Metalle (9,7 Prozent), Blumen und Pflanzen (plus 7,6 Prozent), Rohholz und Holzhalbwaren (plus 6,9 Prozent), feste Brennstoffe (6,4 Prozent), Tabakwaren (plus 6,3 Prozent), lebende Tiere (plus 5,6 Prozent) sowie Bücher, Zeitungen und Zeitschriften (plus 5,5 Prozent).
Günstiger wurden hingegen etwa Getreide, Saatgut und Futtermittel (minus 14,9 Prozent), Häute und Leder (minus 3,4 Prozent), Schreibwaren und Bürobedarf (minus 2,7 Prozent) sowie Rundfunk, Fernseh-, Aufnahme- und Wiedergabegeräte (minus 1,6 Prozent). Der Großhandelspreisindex misst die Preisentwicklung der Waren, die vom Großhandel abgesetzt werden. Er gilt als wichtiger Indikator für die Preise, die die Verbraucherinnen und Verbraucher zahlen.
Treibstoffe verteuerten sich im Vormonat um 27,2 Prozent, sonstige Mineralölerzeugnisse im Großhandel um 35,6 Prozent an, teilte die Statistik Austria am Dienstag mit. Auch die Preise, die an den Zapfsäulen bezahlt werden müssen, sind am gestrigen Ostermontag wieder gestiegen. Ein Liter Diesel kostete laut aktuellen Zahlen der Regulierungsbehörde E-Control im österreichweiten Schnitt 2,188 Euro, Super kostete 1,754 Euro pro Liter.
Energiekosten treiben Lebensmittelpreise an
Die Ölpreise sind momentan das wichtigste Gradmesser für die Inflations- und Konjunktursorgen am Markt. Seit Beginn des Iran-Kriegs verteuerte sich die Referenzsorte für den weltweiten Ölmarkt, die Nordessorte Brent, bereits um mehr als 50 Prozent.
Die weltweit gestiegenen Energiekosten treiben auch die Lebensmittelpreise an. Im März betrug das Plus laut dem Preisindex der UN-Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation FAO 2,4 Prozent im Vergleich zum Vormonat. Bisher seien die Erhöhungen noch durch ein reichliches Getreideangebot abgefedert worden, sagte FAO-Chefökonom Maximo Torero. Das Nahrungsmittelangebot und die Rohstoffpreise würden wohl für den Rest dieses und das gesamte Jahr 2027 vom Iran-Krieg geprägt sein.
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