Tirols Landesenergieversorger, die Tiwag, präsentierte am Donnerstag ihr Jahresergebnis von 2025. Unter anderem verzeichnete man einen Rekord bei der Investitionssumme und einen leicht rückläufigen Umsatz. Hier spielt der geringere Niederschlag hinein. Das Land Tirol erhält eine Dividende von 150 Millionen Euro.
Tiwag-Vorstandsdirektor Michael Kraxner zeigte sich am Donnerstag mit dem Geschäftsjahr 2025 zufrieden, obwohl sich die Energiewirtschaft in einer volatilen Lage befindet. „Die vergangenen Jahre und besonders die letzten Monate haben gezeigt, wie verletzlich Energiesysteme sein können“, so Kraxner. Ziel müsse es daher sein, Tirol unabhängiger zu machen.
Dafür hat der Landesenergieversorger 2025 kräftig investiert: 574 Mio. Euro – ein Rekord. Das Geld floss vor allem in Großprojekte wie Kaunertal, Tauernbach-Gruben oder Imst-Haiming. Heuer soll die Investitionssumme nochmals steigen, 585 Mio. Euro sind vorgesehen. Hauptsächlich für die Bereiche Wasserkraft und Netze, aber auch für Fernwärme, E-Ladeinfrastruktur, erneuerbare Gase sowie Windkraft.
Wir werden den Investitionsrekord 2026 noch toppen. Damit sind wir ein Konjunkturmotor in schwierigen Zeiten.

Michael Kraxner, Vorstandsdirektor Tiwag
Bild: Christof Birbaumer
150 Millionen Euro für Land Tirol
Auch die Dividende aus dem Geschäftsjahr 2025, die 2026 an die Tiwag-Eigentümerin Land Tirol ausgeschüttet wird, kostet den Energieversorger viel Geld: 150 Mio. Euro wurden vereinbart (2025: 110 Mio. €; 2024: 51 Mio. €). „Das ist sportlich, aber eine verkraftbare Größe“, ordnet Kraxner ein, wobei das nicht dauerhaft ginge.
Eigenkapitalquote gestiegen, Umsatz sank
Für sämtliche Investitionen wurden 2025 155 Mio. Euro an Fremdkapital aufgenommen, die Nettoverschuldung stieg auf 1,056 Mrd. Euro. Kraxner verwies allerdings auch auf die steigende Eigenkapitalquote von mittlerweile 49,9 Prozent. Den Umsatz von 1,818 Mrd. Euro (2024: 1,978) Mrd. Euro sieht er auf stabilem Niveau.
Weniger Wasser, weniger Strom
Die Stromproduktion aus Wasser sank 2025 allerdings um 30 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, da nur wenig Niederschlag fiel. Auch 2026 liegt man bislang unter dem Plan. Langfristig sei jedoch mit einem Ausgleich zu rechnen, so Kraxner.
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