Heute, am 7. April, ist Internationaler Tag des Bibers. Zeit also, diese niedlichen Nager hochleben zu lassen. Dafür gibt es allen Grund: Denn Biber sind wahre Klima-Helden, wie eine neue Studie zeigt.
Biber leisten einen enormen Beitrag zum Klimaschutz – zu diesem Schluss kommt eine aktuelle Studie des WWF, die an einem Fluss in der Schweiz durchgeführt wurde. Denn indem sie ihre Dämme bauen, schaffen die in Österreich streng geschützten Nagetiere Feuchtgebiete. Diese dienen als hochwirksame Kohlenstoffsenken, die bis zu zehnmal mehr CO2 speichern als vergleichbare Flächen ohne Biber.
Über Tausend Tonnen CO2 gespeichert
Konkret geht das so: Durch das vom Biberdamm aufgestaute Wasser entsteht ein Feuchtgebiet, in dem sich Sedimente, Pflanzenreste und Totholz sammeln. So werden im Boden langfristig große Mengen an CO2 gebunden und die Klimabelastung verringert. „Über einen Untersuchungszeitraum von 13 Jahren konnten Biber durch ihre Aktivitäten knapp 1200 Tonnen CO2 binden. Das sind Werte, die sonst nur durch technische Maßnahmen möglich sind“, so WWF-Expertin Sarah Layendecker zu den Ergebnissen der Studie.
Feuchtgebiete, wie sie durch Biber entstehen, gehören damit zu den effektivsten natürlichen CO2-Speichern. Gleichzeitig entstehen wertvolle Lebensräume für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten. Mehr noch: Weil Biber Wasser in der Landschaft halten, schützen sie auch vor Überschwemmungen und Dürren. Der Biber sei daher eine „Schlüsselart im Kampf gegen die Klima- und Biodiversitätskrise“, betont Leydecker.
Fehlender Lebensraum bedroht Biber
Der WWF Österreich fordert daher mehr natürliche Lebensräume für den heimischen Nager, zum Beispiel durch ausgewiesene Uferrandstreifen. Zudem brauche es Maßnahmen für ein friedliches Zusammenleben von Mensch und Wildtier. „Nur wenn Gewässer wieder mehr Platz bekommen, können Biber ihre ökologische Wirkung voll entfalten“, so die WWF-Expertin.
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