Luka O. (47) soll die Mutter seiner Kinder mit einem Schraubenzieher erstochen und mit einer Pistole erschossen haben. Die Waffe war illegal, er sitzt in Haft. Die „Krone“ kennt seinen perfiden Plan ...
Ostersonntag. Nennen wir ihn Luka O., der 47-Jährige fährt zu seiner Ehefrau. In jenes Haus in Sooß im Bezirk Baden (NÖ), indem er einst mit ihr und den gemeinsamen vier wohlerzogenen Kindern gelebt hat – vor der Trennung im Jahre 2019. Maria O. (Name ebenfalls geändert) gewährte ihrem „Ex“ Zutritt, der ihr am Ende des Tages das Leben kosten sollte
Die 38-Jährige mit serbisch-kosovarischen Wurzeln wurde regelrecht hingerichtet: Mit einem Schraubenzieher massakriert, mit einer Pistole (9 Millimeter) angeschossen, möglicherweise erschossen. Sie wies jedenfalls massive Verletzungen am Kopf und Oberkörper auf.
Weitere Einvernahmen für Dienstag geplant
Was zu dem Massaker an der beliebten Frau – sie arbeitete in der Gemüseabteilung eines großen Supermarktes – geführt hat, ist noch Gegenstand der Ermittlungen. Der mutmaßliche Täter sitzt in Haft und sagt nicht viel, weitere Einvernahmen sind für Dienstag geplant. Er hatte aber einen perfiden Plan, um von sich abzulenken, was den Tod der Mutter seiner Kinder betrifft. Er wollte den Kindern von einem Fremden erzählen, der die Mama getötet haben soll.
Es gibt Stich- und Schussverletzungen. Ein Schraubenzieher und eine Pistole wurden sichergestellt – eine Obduktion wurde angeordnet.
Erich Habitzl, Staatsanwalt Wiener Neustadt
In Wahrheit soll er die Leiche aus dem Haus geschafft und sie im Garten des Familienhauses abgelegt haben. Dort deckte er sie, laut „Krone“-Informationen, mit Grasschnitt zu. Als der 13-jährige Sohn nach Hause kam (die vier Kinder dürften zwischen elf und 15 Jahre sein), erzählte er die abenteuerliche Geschichte über einen Fremden, der am Ostersonntag plötzlich dagestanden sei. „Die Mama wurde ermordet. Ich hab’ sie tot aufgefunden!“ Es gilt die Unschuldsvermutung.
Der Bub soll die Polizei alarmiert haben, offenbar gemeinsam mit dem Papa. Maria O. wurde von den Beamten in ihrem Gras-Grab entdeckt. Luka O. soll relativ schnell gesagt haben, dass er die Leiche ins Freie brachte, um den Kindern den Anblick der toten Mama im Haus zu ersparen.
Trauer bei Lokalaugenschein
In der Heurigengemeinde Sooß war beim „Krone“-Lokalaugenschein am Montag einfach nur Trauer und Fassungslosigkeit zu spüren. „Es ist tragisch, was hier passiert ist“, sagen drei Männer im Wirtshaus. Eine ältere Dame, die das Opfer persönlich kannte, erzählt: „Mein Enkerl und ihre Tochter besuchten denselben Kindergarten. Sie war eine total liebe Frau.“ Den Mann hat sie nicht gekannt. Sie fragt sich nur: „Warum kann man sich heutzutage nicht mehr einfach normal trennen?“ Für Luka O. aber galt: Bis dass der Tod uns scheidet
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