Österreich ächzt immer noch unter der Teuerung, die Folgen des Iran-Krieges spüren wir nicht nur unter der Zapfsäule. ÖVP-Staatssekretärin Elisabeth Zehetner appelliert nun rund um das Inkrafttreten der Spritpreisbremse auch an die Eigenverantwortung. Doch das könnte so manchem, der mit den steigenden Kosten zu kämpfen hat, sauer aufstoßen.
Am 2. April griff die von der Regierung mit den Stimmen der Grünen verabschiedete Spritpreisbremse, bislang hat man an den Zapfsäulen aber nur einen leichten Rückgang der Preise gemerkt. Engpässe bei der Treibstoffversorgung sind weiterhin nicht zu erwarten, nun setzt die Regierung auf Eigenverantwortung.
„Ein Grad runterdrehen – sechs Prozent weniger Gasverbrauch“
Dies betonte auch ÖVP-Staatssekretärin Elisabeth Zehetner im Interview mit der Wiener Gratiszeitung „Heute“. Sie appellierte an die Autofahrer, den Fuß vom Gas zu nehmen „und auf entsprechenden Reifendruck zu achten“: „Freiwilliges Tempo 100 statt 130 auf der Autobahn verbraucht 25 Prozent weniger Sprit. Das spürt man im Geldbörsel.“
Auch was die Heizkosten angeht, müssten die Menschen bei sich selbst ansetzen: „Es ist nicht nur die Regierung, die hier was tun kann. Wir hatten zwar jetzt wieder einen Kälteeinbruch, aber ein Grad weniger und vielleicht ein dünnes Jackerl zu Hause anziehen, bedeutet, dass sich sechs Prozent des Gasbedarfs einspare.“
Stocker: „Preiserhöhung hat Lenkungseffekt“
Auch Bundeskanzler Christian Stocker (ÖVP) hatte im „Krone“-Interview, wenn auch deutlich dezenter, die Eigenverantwortung der Österreicher nicht außer Acht gelassen: „Jede Preiserhöhung hat von sich aus natürlich einen Lenkungseffekt, weil jeder bei höheren Preisen natürlich für sich entscheidet, ob er sein Verhalten ändert. Daher ist alles, was freiwillig für das Energiesparen getan werden kann, sicher gut und richtig.“
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