Das werden nur wenige gewusst haben: Österreich leistet sich eine Staatssekretärin für Energie. In Zeiten eines Krieges in der Golfregion gar nicht so falsch, möchte man glauben. Die Staatssekretärin heißt Elisabeth Zehetner-Piewald, studierte Sprachen und Kulturen und schloss laut Wikipedia ihr Studium mit einer Diplomarbeit über „die tunesische Sprachpolitik unter der Herrschaft von Präsident Bourguiba“ ab. Danach arbeitete sie 20 Jahre in der Wirtschaftskammer. Kanzler Stocker holte sie vor auch schon wieder einem Jahr dort raus und in sein Team, um Wirtschaftsminister Hattmannsdorfer zur Hand gehen zu können.
Viel hörte man danach nicht mehr von der Staatssekretärin. Das sagt aber noch nichts. Vielleicht war sie nur sehr fleißig und fand nie Gelegenheit, ihre Bekanntheit zu pflegen. Zumal es neben dem medial eher hochtourig laufenden Wolfgang Hattmannsdorfer schwer sein dürfte, auch so berühmt zu werden.
Das könnte sich nun ändern. Elisabeth Zehetner sagte nämlich am Donnerstag den in Zeiten eines Golfkriegs an prophetischem Mut schwer überbietbaren Satz: „Wir haben keinen Versorgungsengpass in Europa, und es droht auch keiner.“
Möge der Staatssekretärin mit dieser Vorhersage mehr Glück beschieden sein als dem Bundeskanzler, dessen Weissagung von zwei Prozent Inflation und einem Prozent Wirtschaftswachstum an der kränkenden Erkenntnis zerschellt ist, dass es auch eine Welt außerhalb Österreichs gibt.
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