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Im Heim-Derby zurück auf den Aufstiegszug

Salzburg
30.05.2026 19:30
Porträt von krone Sport
Von krone Sport

Stolze 650 Schaulustige wollten sich das dritte und letzte Saisonderby der 2. Klasse Nord B zwischen Adnet und Bad Vigaun nicht entgehen lassen. Nach zwei Remis sollte diese Partie in der Vorschlussrunde mitentscheiden, wer den Aufstieg schaffen wird.

Die Ausgangslage hatte es in sich, lagen die Vigauner doch drei Punkte vorne. Das direkte Duell könnte also mit den Ausschlag geben, wer im Sommer den Gang nach oben antritt. Die zahlreichen Zuschauer sorgten für einen würdigen Rahmen in Adnet, begrüßten die Aktiven mit unzähligen Rauchtöpfen.

Die erste Hälfte sollte dann klar den Heimischen gehören. Das erste Ausrufezeichen setzte Christian Moltinger, den eine weite Flanke an der linken Strafraumgrenze annahm, den Ball abdeckte und aus der Drehung samt Haken nach innen schoss. Der perplexe Schlussmann Griesbeck wurde im kurzen Eck überrumpelt (10.). Während den Gästen im Konter nichts gelingen wollte, verpassten die Schützlinge von Coach Harald Krispler es, einen höheren Vorsprung herauszuschießen. Ein Reindl-Freistoßaufsetzer wurde ebenso entschärft wie der Versuch von Michael Frank, der allein vor Griesbeck auftauchte. Zudem verfehlte ein Brunauer-Kopfball das Tor nur hauchdünn.

Ruppiges Geschehen, Entscheidung fiel spät
Nach der Pause nahm das Derbvy an Fahrt auf. Der bereits verwarnte Mese senste Golser im Konter um, durfte aber am Feld bleiben. Kurz darauf wurde der Vigaun-Akteur vorsichtshalber ausgetauscht. Nach einem beidbeinigen Tackling, das Adnets Reindl im Strafraum einen Salto schlagen ließ, blieb die Pfeife zudem stumm. Im Finish ging es dann Schlag auf Schlag: Der eingewechselte Onur Sen fing einen unplatzierten Rückpass ab und setzte sich gegen den Schlussmann durch – die vermeintliche Vorentscheidung (82.). Dass sich Vigauns Haider sich mit einem Hieb an der gegnerischen Jubeltraube revanchierte sah keiner, somit keine Tätlichkeit.

Die Gäste waren aber noch nicht am Ende. Nach Flanke von links verwertete Martin Schabhüttl einen Kopfball mit beachtlicher Technik im kurzen Eck – 1:2 (83.). Die Schlussoffensive sah zwei weiter hohe Balle auf die zweite Stange, der Ball ging aber auch aus kürzester Distanz jeweils drüber. Zum Drüberstreuen grätschte Hausherren-Akteur Panzl noch einen Gegenspieler um, sah auch nur Gelb.

Ein Sieg fehlt zur Krönung des Neustarts
Schlussendlich stand fest: Adnet holte den Lokalrivalen an Punkten ein und liegt dann des gewonnen Direktvergleichs (wie auch in Sachen Tordifferenz) vor Vigaun. Ein Sieg beim Lieferinger SV in der Schlussrunde sollte den Aufstieg des ehemaligen Salzburger Liga-Klubs, der erst im Vorjahr den Neustart ganz unten in Angriff genommen hatte, fixieren.

Adnets Florian Schwarzenbacher bedankte sich im Anschluss artig: „Ein großes Danke an die Fans, dass so viele da waren.“ Nicht nur er hatte „95 Minuten puren Kampf“ gesehen. Vigaun-Schütze Schabhüttl blieb kämpferisch: „Dran bleiben und nicht den Glauben verlieren.“ Denn sollte Adnet in Liefering patzen, würde der wohl ohnehin angepeilte Erfolg gegen Grödig 1c die Tür in den Aufzug wieder aufmachen.

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