Die verstörende Tat des Killers vom Tiergarten Schönbrunn wirft weiterhin viele Fragen auf. Schlägt der Irre wieder zu? Und wie können die restlichen Tiere im ältesten Zoo der Welt geschützt werden? Die „Krone“ fragte nach.
Die grausame Tötung eines Antilopenjungtiers sorgt weiter für enormes Aufsehen. In freier Wildbahn haben die scheuen Tiere viele Feinde. Im Zoo lebt die Tierart in einer Wohngemeinschaft mit Nashörnern und Co. geschützt – also an einem Ort, der eigentlich Sicherheit garantieren soll. Entsprechend groß ist daher die Betroffenheit.
Der Vorfall wirft viele Fragen auf, auch zur Motivation des Täters – wir berichteten. Schlägt der irre Killer wieder zu? Welches Tier trifft es dann?
Ganz in der Nähe befindet sich mit dem Lainzer Tiergarten ein weiteres Gebiet mit Wildtieren. Dort sei es in den vergangenen Wochen und Tagen aber zu keinen Vorfällen gekommen, so die MA49 (Forst- und Landwirtschaftsbetrieb). Der „Krone“-Lokalaugenschein zeigte, dass sich im Zoo etliche Tiere zur Parkseite in Sicht- und somit auch Schussweite befinden. Nur ein paar davon werden auch nachts eingesperrt, etwa wegen der Witterung, heißt es dazu von der Zoodirektion.
Die Ermittlungen des Landeskriminalamtes Wien sind jedenfalls im vollen Gang. In Absprache mit der Zooverwaltung wurden seit dem Vorfall Samstagnacht „verstärkte und umfangreiche Sicherheitsvorkehrungen“ getroffen. Um welche es sich dabei handelt, wird aber nicht näher kommuniziert.
Riesiger Schlosspark hat sechs Ein- und Ausgänge
Für den mehr als 160 Hektar großen Schlosspark sind die Österreichische Bundesgärten zuständig. Insgesamt verfügt der riesige Park über sechs Ein- und Ausgänge. Vier Tore werden durch die Bundesgärten betreut und sind während der Öffnungszeiten durch Portiere besetzt. Der Zugang am Haupttor unterliegt der Aufsicht der Schönbrunn Group. Dieses Tor ist rund um die Uhr mit einem Portier besetzt. Nach Ende der Besuchszeiten wird das Areal durch die baulichen Gegebenheiten sowie die physische Sperre aller Zugangstore gesichert, heißt es dazu auf „Krone“-Anfrage.
Hirschziegen-Antilopen waren einst übrigens das meist gejagte Wildtier in Indien, wodurch sie fast ausgerottet wurden. Durch erfolgreiche Schutzmaßnahmen wuchs die Population wieder auf circa 50.000 Tiere, die überwiegend in Reservaten leben. Sie gelten aber weiterhin als gefährdet.
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