Israel will laut Verteidigungsminister Israel Katz eine Pufferzone im Libanon einrichten. Die Zone solle zwischen der israelischen Grenze und dem Fluss Litani im Süden des Libanon liegen. Israel werde die komplette Kontrolle über den Bereich übernehmen, sobald der Kampf gegen die Hisbollah-Kämpfer beendet sei, sagte Katz.
Der Fluss Litani liegt etwa 30 Kilometer von der Grenze entfernt auf libanesischer Seite. Katz sagte weiter, den mehr als 600.000 libanesischen Einwohnern, die nach Norden evakuiert wurden, werde die Rückkehr südlich des Litani untersagt, bis die Sicherheit der Bewohner im Norden Israels gewährleistet sei. Zu diesem Zweck würden alle Häuser in Dörfern nahe der Grenze im Libanon nach dem Vorbild des Gazastreifens zerstört, um Bedrohungen nahe der Grenze für die Bewohner im Norden Israels dauerhaft zu beseitigen.
Die israelische Armee hat nach eigenen Angaben bei ihrem Einsatz im Süden des Libanon binnen 24 Stunden „Dutzende Terroristen“ getötet. Diese seien bei Versuchen identifiziert worden, Soldaten von Verstecken aus anzugreifen. Einer sei etwa dabei gewesen, einen Angriff von Truppen mit einer Panzerabwehrrakete vorzubereiten.
UNHCR: 200.000 suchen in Syrien Schutz vor Gewalt im Libanon
Seit Beginn der neuen israelischen Offensive im Libanon Anfang März haben mehr als 200.000 Menschen das Land Richtung Syrien verlassen. Knapp 180.000 sind Syrer, die vor Gewalt in ihrem Heimatland in den Libanon geflüchtet waren, wie das UN-Flüchtlingshochkommissariat UNHCR in Genf berichtete. Auch 28.000 Libanesen, die durch die Angriffe aus dem Süden des Landes geflohen sind, hätten die Grenze auf der Suche nach mehr Sicherheit überquert. „Sie kommen erschöpft, traumatisiert und mit nur wenigen Habseligkeiten an“, sagte Aseer Al-Madaien, amtierende UNHCR-Vertreterin in Syrien.
Die Hälfte der Syrer, die das UNHCR befragt hat, will nach eigenen Angaben in Syrien bleiben, die anderen wollen in den Libanon zurückkehren, wenn sich die Lage beruhigt hat. Das UNHCR hilft Ankömmlingen mit Nahrungsmitteln, Medikamenten, Decken, Plastikplanen und ähnlichem. Es unterstützt auch rund drei Millionen intern Vertriebene und Rückkehrer aus dem Ausland, die seit Dezember 2024 in ihren syrischen Heimatdörfern und -städten angekommen sind.
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