Zur Bekämpfung der pro-iranischen Hisbollah-Miliz will Israel die im Südlibanon die Kontrolle über das Gebiet bis zum Fluss Litani übernehmen. Fünf Brücken wurden dafür gesprengt – Vertriebene aus dem Südlibanon können zunächst nicht in die Region zurückkehren.
Nach der Sprengung der Brücken über den Fluss werde das israelische Militär „die restlichen Brücken und die Sicherheitszone bis zum Litani kontrollieren“, sagte Verteidigungsminister Israel Katz am Dienstag.
Fluss Litani seit Jahren im Fokus im Kampf gegen Hisbollah
Die Menschen, die aus dem Gebiet vertrieben wurden, dürften erst zurückkehren, bis die Sicherheit für die Bewohner im Norden Israels „garantiert“ sei, so Katz beim Besuch eines Militärstützpunkts in Israel. Der Fluss Litani spielt seit Jahren eine wichtige Rolle bei den israelischen Bemühungen, die Hisbollah zurückzudrängen.
Die Regierung in Beirut hatte im vergangenen Jahr die Armee angewiesen, bis Ende 2025 die militärische Infrastruktur der Hisbollah südlich des Litani zu zerstören und die pro-iranische Miliz anschließend auch im Rest des Landes zu entwaffnen.
Aus Israels Sicht setzte die libanesische Armee dieses Vorhaben jedoch nur unzureichend um. Bereits Ende des vergangenen Jahres verstärkte die israelische Armee ihre Angriffe auf die Hisbollah. Nach Beginn des Iran-Krieges am 28. Februar eskalierte der Konflikt zwischen Israel und der vom Iran finanzierten Miliz dann wieder massiv. Die Hisbollah feuert seither immer wieder Raketen und Drohnen auf israelisches Staatsgebiet. Israel beschießt Hisbollah-Ziele im Libanon und rückte inzwischen auch mit Bodentruppen auf libanesisches Territorium im Grenzgebiet vor.
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