Iran-Krieg

Rushdie: „Freiheit nicht Teil von Trumps Projekt“

Außenpolitik
30.03.2026 17:16
Porträt von krone.at
Von krone.at

Der Schriftsteller Salman Rushdie rechnet nicht damit, dass sich die iranische Führung von außen stürzen lässt. „Sicher ist, dass es nicht damit gelingt, indem man sie bombardiert“, sagte er in einem Interview des Redaktionsnetzwerks Deutschland. Die Freiheit der Iranerinnen und Iraner sei auch gar nicht Teil von „Mister Trumps Projekt“.

„Das iranische Regime ist leider nicht so schwach, wie die Leute dachten – weil es sehr rücksichtslos ist“, sagte der britisch-indische Schriftsteller Rushdie weiter. Bei Unruhen habe sich gezeigt, wie viele Menschen aus der eigenen Bevölkerung es zu töten bereit sei. Rushdie selbst wird vom iranischen Regime bedroht, weil der damalige Revolutionsführer Ayatollah Khomeini im Jahr 1989 wegen Rushdies Romans „Die satanischen Verse“ zur Ermordung des Autors aufrief. Einige Musliminnen und Muslime fühlten sich in ihrem religiösen Empfinden verletzt.

Er sympathisiere mit jedem Versuch, den Menschen im Iran „echte Freiheit zu geben“, sagte Rushdie nun in einem Interview. Er bezweifle allerdings, dass das von außen möglich sei. Rushdie wurde 022 bei einem Attentat mit einem Messer angegriffen und schwer verletzt. Das Messer durchtrennte seinen Sehnerv, seitdem ist er auf einem Auge blind.

Trump: „Neue und vernünftigere Regierung“
US-Präsident Donald Trump hat am Montag gesagt, dass es „ernsthafte Gespräche mit einer neuen und vernünftigeren Regierung“ gebe, um die Militäroperation im Iran zu beenden. In Gesprächen seien „große Fortschritte erzielt“ worden, schrieb er auf seiner Plattform Truth Social. Sollte es jedoch keine Einigung geben und die Straße von Hormuz nicht wieder geöffnet werden, „werden wir unseren netten Aufenthalt im Iran abschließen, indem wir alle ihre Stromkraftwerke, Ölquellen und die Insel Kharg (sowie möglicherweise alle Entsalzungsanlagen!) sprengen und vollständig auslöschen“, schrieb der Republikaner weiter. Diese Ziele habe man bisher bewusst nicht angegriffen.

Der Verbündete Israel betont im Gegensatz zu den USA eher, den Machtapparat im Iran zerschlagen zu wollen. Dies solle es dem Volk ermöglichen, sich aufzulehnen und die Führung zu stürzen, sagte etwa Israels Verteidigungsminister Israel Katz.

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