Schelte von Scherak

NEOS und Landeschefs mit Aufstand gegen Schellhorn

Innenpolitik
30.03.2026 16:00

Er ist zurück: Nachdem es monatelang ruhig geworden war um den pinken Pannen- und Deregulierungsstaatssekretär Sepp Schellhorn, sorgte er mit seinen Sagern in der ORF-Pressestunde am Sonntag wieder für Unmut. Und das unter den Landeshauptleuten, aber auch in der eigenen Partei. Die Kritik nimmt zu. 

Ein Auftritt mit Folgen: Pannen-Staatssekretär Sepp Schellhorn sorgte mit seinen Sagern in der ORF-Pressestunde – wie berichtet – für Wirbel unter den Landeshauptleuten und in der eigenen Partei. Der NEOS-Generalsekretär Douglas Hoyos rückte noch am Sonntag mit Klarstellungen zu seinen Aussagen zur Wehrpflicht und zur Senkung der Lohnnebenkosten aus.

Wehrpflicht-Vorstoß als „Privatmeinung“
Beim Vorstoß Schellhorns für das 8+2-Modell bei der Wehrpflicht-Verlängerung handle es sich laut Hoyos lediglich um die Privatmeinung des Salzburgers. Damit war es aber nicht getan. Mit Nikolaus Scherak sah sich ein pinker Polit-Promi zur Schelte an den Parteikollegen genötigt.

Sepp Schellhorn wirbelt wieder.
Sepp Schellhorn wirbelt wieder.(Bild: APA/HELMUT FOHRINGER)

Scherak empfahl ihm via X (vormals Twitter) „sich das eigene Parteiprogramm zu Gemüte zu führen“. Nachsatz: Man dürfe sich zudem nicht wundern, wenn sich Menschen von der Politik abwenden, wenn man nach dem Wahltag offenbar vergessen hat, wofür man gewählt wurde.

Stelzer ortet Sticheleien
Auch außerhalb Wiens hallen die Schellhorn-Sager aber immer noch nach. Nach Wiens mächtigem Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) und Tirols Landeschef Anton Mattle (ÖVP) äußerte sich Oberösterreichs ÖVP-Landeschef Thomas Stelzer zu Schellhorns Kritik, wonach man die Landeshauptleute-Konferenz abschaffen könne.

„Manche können das Sticheln nicht lassen. Ergebnisorientierung sieht anders aus. Zentralismus schafft keine besseren Lösungen, sondern oft nur längere Wege. Wer die Bundesländer reduzieren will, entfernt die Politik von den Menschen und genau das darf nicht passieren. Österreich stark zu machen heißt nicht, Regionen zu schwächen – im Gegenteil: Unsere Bundesländer sind ein Erfolgsmodell. Ich bin für jede Reform, die Österreich stärker macht, aber sie muss den Menschen dienen und nicht nur auf dem Papier gut klingen“, so Stelzer.

Landeshauptmann Mario Kunasek.
Landeshauptmann Mario Kunasek.(Bild: Christian Jauschowetz)

Der steirische FPÖ-Landeschef Mario Kunasek ergänzt: „Mit den Neos sitzt eine Chaos-Truppe in der Bundesregierung. Während die Außenministerin anstatt Politik für die Heimat zu machen, lieber im Ausland punkten möchte, disqualifiziert sich ihr verhaltensauffälliger Staatssekretär im Inland.“

Fellner: „Sepp, was machst du?“
Und Kärntens baldiger SPÖ-Landeschef Daniel Fellner kritisiert: „Schellhorn beschäftigt sich anscheinend am liebsten mit zwei Themen: Welchen Dienstwagen er fahren darf und welche Bundesländer er abschaffen würde. Das ist ein bisschen wenig, da frage ich mich: Sepp, was machst du?“ 

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