„Das ist inakzeptabel!“ Mit seinem Schuhwurf bei der 0:2-Niederlage am letzten Bundesliga-Spieltag in Graz verärgerte Rapids Yusuf Demir auch seinen Coach Johannes Hoff Thorup.
„Er gibt uns Qualität, hervorragender linker Fuß, gut bei Standards, kann aus der Distanz abziehen!“ Das erwartete sich Rapids Trainer Johannes Hoff Thorup von Yusuf Demir. Dessen Geschichte ja bekannt ist: einstiges Wunderkind, die Chance bei Barça, der Katastrophen-Wechsel zu Galatasaray – verlorene Jahre. In Graz war der noch immer erst 22-Jährige wieder fit genug für Rapids Startelf. Erstmals seit dem 4. September 2022 beim 1:0 in Altach, seinem Goldtor.
Gestern gab er auch Rapids einzigen „Schuss“ vor der Pause ab: Nach einem nicht geahndeten Tritt von Sturms Paul Koller zog sich Demir den Schuh aus. Den der Rapidler aber nicht wieder überstreifte, sondern entrüstet aus dem Feld, Richtung Isa Simsek warf. Der vierte Offizielle duckte sich an der Outlinie zwar weg, Referee Harald Lechner aber drückte kein Auge zu, zückte für den „Schuhwurf“ (Tätlichkeit) Rot.
Demirs erster Ausschluss seiner Karriere - dümmer geht es fast nicht mehr. „Das ist inakzeptabel“, war auch Hoff Thorup entsprechend sauer.
Nur 36 Tore
In Unterzahl war Rapids ohnehin schon erschreckendes Sturm-Lüftchen ganz abgemeldet. In der Saison erzielte Grün-Weiß nur 36 Tore, nur Altach war genauso harmlos. Rapids bisheriger Tiefstwert „passierte“ 2001/02 mit 37 Toren. Allerdings in 36 Partien. Damals wurde man unter Lothar Matthäus nur Tabellen-Achter.
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