Österreichs Bundesheer hat im Vorjahr 55 Luftraumverletzungen registriert. Dabei sei es zu 19 Alarmstarts von Militärflugzeugen gekommen, teilte das Verteidigungsministerium am Freitag mit. Insgesamt seien 5127 Überflüge von ausländischen Militärluftfahrzeugen über österreichischem Staatsgebiet verzeichnet worden.
In einigen Fällen hätten nicht genehmigte Überflüge noch im Vorfeld abgewiesen werden können, ließ das Verteidigungsministerium wissen. „Jeder einzelne Überflug wird dabei im Einklang mit der geltenden Rechtslage geprüft, beurteilt sowie genehmigt oder abgelehnt“, wurde in einer Aussendung weiter ausgeführt. Im Jänner 2026 kam es zu zwei Alarmstarts aufgrund vermuteter Luftraumverletzungen sowie zu einem weiteren infolge einer Wettererscheinung.
Das System Eurofighter „Typhoon“ hat derzeit 16 Piloten. Neun weitere waren im Vorjahr noch in der Ausbildung, zwei davon in jener zum Einsatzpiloten in Österreich, vier in der Jet-Pilotenausbildung in Italien und drei in der Grundausbildung. „Die Kosten für Ausbildungen im Ausland beliefen sich vergangenes Jahr auf rund 3,14 Millionen Euro“, teilte das Verteidigungsministerium mit. Ein fertig ausgebildeter Eurofighter-Pilot koste insgesamt etwa 14 Millionen Euro.
„Die Sicherung unseres Luftraums ist ein zentraler Bestandteil der staatlichen Souveränität und ein wesentlicher Beitrag zur Sicherheit der Bevölkerung. Unsere Soldatinnen und Soldaten leisten hier tagtäglich einen unverzichtbaren Dienst“, sagte Verteidigungsministerin Klaudia Tanner (ÖVP) am Freitag.
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