Ein Jahr in Kraft

Fiebrige Diskussion um Gesundheitsplan2040+

Niederösterreich
31.03.2026 09:00

Heiß umfehdet, wild umstritten: Der Gesundheitsplan 2040+ sorgt seit einem Jahr in Niederösterreich für Diskussionen. Eine erste Bilanz zeigt Stärken und Diskussionspunkte auf.

Einen „langfristigen Fahrplan für die Weiterentwicklung der Gesundheitsversorgung“ hat die Landesregierung damals einstimmig abgesegnet, im Landtag opponierten nur die Grünen gegen das Projekt. „Unser Gesundheitssystem steht vor großen Herausforderungen. Deshalb benötigen wir einen fundierten und verlässlichen Fahrplan“, erklärt der für die Kliniken verantwortliche Landesrat Anton Kasser.

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Wir wollen bestmögliche medizinische und pflegerische Versorgung. Der Plan wirkt, wir sind auf einem guten Weg.

Kliniken-Landesrat Anton Kasser

FPÖ-Landesrat lobt „fachliche Grundlage“
Der für den finanzstarken NÖGUS zuständige FPÖ-Landesrat Martin Antauer ergänzt: „Damit ist die fachliche Grundlage gelegt, auf deren Basis nun die konkrete Umsetzung durch die zuständigen Institutionen wie LGA, ÖGK und andere erfolgt. Auf dem Weg zu einem verlässlichen und zukunftsfitten Gesundheitssystem wurden bereits wichtige Schritte gesetzt.“ Nun werde es laut dem Politiker darauf ankommen, dass die vereinbarten Maßnahmen sorgfältig, verantwortungsvoll und im Sinn einer sicheren Versorgung der Bevölkerung umgesetzt werden.

Ältere Bevölkerung, Personalmangel
Zu den demografischen Hintergründen des wohl größten Umbaus in der Geschichte der blau-gelben Gesundheitspolitik meint Soziallandesrätin Christiane Teschl-Hofmeister: „Die Geburtenrate sinkt, die Babyboomer gehen schrittweise in den Ruhestand und die Bevölkerung wird immer älter. Und auch im Gesundheits- und Pflegebereich ist der Fachkräftemangel längst Realität. Deshalb müssen wir reagieren.“ In Zeiten knapper werdender personeller Ressourcen und bei einem zunehmenden Bedarf an individualisierter Medizin sei es deshalb notwendig, die Strukturen zu überdenken und anzupassen.

Wo sich Widerstand regt
In einigen Regionen regt sich Widerstand. Die „Krone“ berichtete ausführlich – über Ärger in Gmünd, Mistelbach oder auch die Streichung von elf Notarztstützpunkten von Raabs im Waldviertel bis Waidhofen an der Ybbs und Aspang-Markt. Dennoch sehen die politisch Verantwortlichen viele Verbesserungen – von effizienten Klinikverbänden (Wiener Neustadt-Hochegg, Korneuburg-Stockerau-Hollabrunn), der Einführung des „HerzMobils“ in Wiener Neustadt über eine Erstversorgungsambulanz im Landesklinikum Baden bis zur Verschiebung der Geburtshilfe vom Spital Klosterneuburg nach Tulln. Denn in Klosterneuburg ist damit Platz für das Projekt „HNÖ hilft“ freigeworden. Mehr als 80 Kinder konnten bereits operiert werden, die Wartezeiten für HNO-Operationen bei Kindern damit reduziert werden.

Lob vom SPÖ-Finanzminister
Und SPÖ-Finanzminister Martin Marterbauer meinte kürzlich: „Es ist klar, dass die Effizienz in vielen Bereichen gesteigert werden muss, um die Finanzierbarkeit unserer guten Gesundheitsversorgung zu sichern. Ein positives Beispiel hier ist für mich der Gesundheitsplan 2040+ in Niederösterreich, wo durch gute Planung und Kommunikation Spezialisierung und Koordination ermöglicht und so auch ein besserer Einsatz der Finanzmittel erzielt werden soll.“

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