Herzog-Sager vor Match

Tunesien-Star? „Bissl einen Schuss in der Birne“

„Der hat bissl einen Schuss in der Birne“, analysiert ÖFB-Legende und TV-Experte Andreas Herzog am Rande der WM-Partie Tunesien gegen Schweden im ORF. Wen er damit meint? Tunesiens Topstar Hannibal Mejbri. Dabei ist die Aussage gar nicht mal so negativ gemeint ...

„Ich kann mich an eine Partie mit Südkorea gegen Tunesien erinnern“, so Herzog – damals Co-Trainer von Jürgen Klinsmann. Hannibal sei damals auch abseits des Platzes schon auffällig gewesen und habe durchaus Starallüren gezeigt.

Hannibal Mejbri
Hannibal Mejbri(Bild: EPA/OLIVIER MATTHYS)

„Damals war er ja noch jünger, aber hat schon durchblitzen lassen, dass er sehr von sich überzeugt ist. Den älteren, erfahreneren Spielern hat das nicht so gefallen“, erinnert sich Herzog. Dennoch habe man gleich, als er einen Ball am Fuß hatte, das große fußballerische Talent gesehen. 

Legt auch Finger in die Wunden
Bei Tunesien ist der 23-Jährige Dreh- und Angelpunkt für das Spiel. Allerdings lässt er sich auch immer wieder schnell provozieren und zu hitzigen Aktionen hinreisen. Allerdings traut er sich auch den Finger in offene Wunden zu legen, eine Eigenschaft, die für ein Team auch sehr wichtig sein könne, wie auch Herzog betont.

„Wir müssen alles neu lernen und trainieren – von Grund auf, von den ersten Schritten im Fußball. Der tunesische Fußball ist weit zurückgefallen, besonders im Vergleich zu Ländern wie Marokko“, polterte Hannibal nach dem Aus seines Teams beim Afrika-Cup Anfang des Jahres und war damit maßgeblich daran beteiligt, dass man sich vor der WM noch einmal neu ausgerichtet hat. 

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