Wegen Iran-Kriegs

Schlimmste Industriekrise seit jeher könnte kommen

Wirtschaft
25.03.2026 17:44
Porträt von krone.at
Von krone.at

Der Iran-Krieg könnte nach Ansicht des Generalsekretärs der Internationalen Handelskammer ICC die „schlimmste Industriekrise seit Menschengedenken“ auslösen.

Die Bedrohung basiere nicht nur auf den steigenden Energiepreisen. Das Problem sei auch, dass „die industrielle Produktion selbst gestört und durch Gasengpässe und anderer wesentlicher Vorleistungen“ beeinträchtigt werde, erklärte John Denton am Donnerstag im Vorfeld einer WTO-Ministerkonferenz im kamerunischen Jaunde ab Freitag.

Denton verwies auf Aussagen des Chefs der Internationalen Energieagentur (IEA), Fatih Birol, der am Montag vor der womöglich schwersten Energie-Krise seit Jahrzehnten gewarnt hatte. Die Auswirkungen der Krise träfen nicht nur die Industrie, sondern auch die Landwirtschaft, die auf Düngemittel angewiesen sei, fuhr Denton fort. Die Störungen im Handel mit Dünger stellten eine „sehr reale Gefahr für die kommende Erntesituation dar“, da Landwirte weltweit mit Versorgungsengpässen und Preisanstiegen konfrontiert seien.

Straße von Hormuz gesperrt
Im Zuge der US-israelischen Angriffe auf den Iran hat Teheran de facto die Straße von Hormuz gesperrt, durch die Meerenge verläuft üblicherweise rund ein Fünftel des weltweiten Öltransports. Auch wurden wiederholt Öl- und Gasproduktionsanlagen in der Golfregion angegriffen. Der Rohölpreis stieg seit Beginn des Iran-Kriegs deutlich. Es sei „von entscheidender Bedeutung, dass die internationale Gemeinschaft alles in ihrer Macht Stehende unternimmt, um die sichere Handelsschifffahrt im Golf wiederherzustellen“, so Denton.

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