Die Arbeiterkammer (AK) hat wieder die Preise der günstigsten Lebensmittel verglichen. Diese kosteten im März 2026 um durchschnittlich 5,5 Prozent weniger als im Vorjahr. Gleichzeitig wurde der Einkaufskorb seit Herbst 2021 aber um 49 Prozent teurer.
Ein Einkaufskorb mit den 40 billigsten Lebens- und wenigen Reinigungsmitteln kostete im März 2026 etwa 76 Euro. Deutlich teurer wurden laut Arbeiterkammer seit der Teuerungswelle 2021 unter anderem Bohnenkaffee (plus 151 Prozent), Orangensaft (plus 109 Prozent), Tafelessig (plus 88 Prozent), passierte Tomaten (87 Prozent), griffiges Weizenmehl (85 Prozent), Seife (75 Prozent) und Haarshampoo (57 Prozent). „ (...) Die Preise für den Einkaufskorb sind geradezu explodiert – um satte 49 Prozent“, teilte die AK in einer Aussendung am Mittwoch mit.
Im Vergleich zum März 2025 beträgt der Preisrückgang aber 5,5 Prozent. Vor einem Jahr kostete der Einkaufskorb noch 81 Euro. Verglichen hat die Einrichtung in ihrem Preismonitor Lebens- und Reinigungsmittel des täglichen Bedarfs in sieben Wiener Supermärkten und bei Diskontern in drei Wiener Filialen im März. Herangezogen wurden die Ketten Billa, Billa Plus, Spar, Interspar, Hofer, Lidl und Penny. Eines der Ergebnisse: Supermärkte waren im Durchschnitt um 10,1 Prozent teurer als Diskonter.
Diese Produkte wurden billiger
Im Jahresvergleich wurden außerdem 20 Produkte billiger, darunter Teebutter. Vier blieben auf demselben Preisniveau, darunter Feinkristallzucker und passierte Tomaten. 16 Produkte wie Eier und Tafelessig wurden hingegen teurer.
Sind die Preise gesunken, hat das laut dem Fachverband Lebensmittelhandel in der Wirtschaftskammer Österreich mit reduzierten Energiepreisen und reduzierten Kosten für Vorleistungen zu tun. „Dort, wo sich Kosten etwa bei Energie oder einzelnen Vorleistungen entspannen, wird das im Wettbewerb rasch an die Konsumentinnen und Konsumenten weitergegeben“, sagte Obmann Christian Prauchner in einer Aussendung. Dass die Preise langfristig auf einem hohen Niveau blieben, habe unter anderem mit höheren Lohnkosten entlang der gesamten Wertschöpfungskette sowie gestiegenen Preisen für Rohstoffe und Betriebsmittel zu tun. Das schlage sich im Handel „unmittelbar nieder“.
Wirtschaftskammer gegen Plastikabgabe
Die Bundesregierung sei gefordert, keine zusätzlichen Preistreiber zu schaffen. „Belastungen wie die geplante Plastikabgabe wirken unmittelbar auf die Lebensmittelpreise. Die Entwicklung der letzten Monate zeigt, dass der Wettbewerb im Lebensmittelhandel funktioniert und Preissenkungen weitergegeben werden (...)“, sagte Prauchner.
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