Rund 70.000 Profiteure

ÖVP-Antrag im Landtag: Tankbonus für Pendler

Burgenland
25.03.2026 17:30

Die Oppositionspartei fordert Einmalzahlungen von bis zu 500 Euro, um den Burgenländern den Weg zur Arbeit finanziell erträglicher zu machen. Dafür müsste die Landesregierung mindestens 25 Millionen Euro locker machen.

In der Tat, Treibstoff ist teuer geworden. „Gerade im Burgenland ist das Auto für viele Menschen keine Option, sondern Voraussetzung, um überhaupt arbeiten zu können. Rund drei Viertel aller Erwerbstätigen pendeln täglich aus ihrer Heimatgemeinde aus. Genau diese Menschen werden im Stich gelassen“, sagt ÖVP-Klubobmann Bernd Strobl.

„Nur Ausreden statt Lösungen“
Während auf Bundesebene bereits konkrete Maßnahmen gesetzt wurden, bleibe die Landesregierung im Burgenland untätig. „Die Bundesregierung hat den Pendlereuro von zwei auf sechs Euro pro Kilometer erhöht und damit die Unterstützung schon zum Jahreswechsel verdreifacht. Gleichzeitig werden jetzt die Spritpreise gesenkt“, so Strobl.

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Doskozil sollte sich jetzt die Frage stellen, ob er für die Pendler eintritt oder weiter der Ideologie der Grünen folgt, die das Auto schlechtreden.

ÖVP-Klubobmann Bernd Strobl

Das zeige: „Der Bund handelt und liefert. Im Burgenland passiert hingegen nicht einmal das Minimum. Es gibt hier keine eigene Entlastungsmaßnahme, keine Initiative, keine konkrete Hilfe für Pendler. Statt Lösungen gibt es Ausreden und den ständigen Versuch, die Verantwortung nach Wien abzuschieben.“

SPÖ-Landeshauptmann Doskozil halte alle Hebel in der Hand. „Er sollte sich jetzt die Frage stellen, ob er lieber für die Pendler im Burgenland eintritt oder weiter der Ideologie der Grünen folgt, die das Auto schlechtreden.“

Horrende Summe
Die ÖVP wird heute im Landtag die Einführung eines Burgenland-Tankbonus einbringen: 500 Euro Einmalzahlung für Autofahrer mit Hauptwohnsitz im Burgenland, die das große Pendlerpauschale beziehen, 250 für jene mit kleinem. Dies ergäbe eine geschätzte Summe von mehr als 25 Millionen Euro, die das Land bereitstellen müsste. Woher nehmen? „Die Landesregierung hatte in der Vergangenheit schon oft kreative Ideen“, so Strobl.

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