Besser schnell handeln

ID Austria: Hunderttausenden droht Gang aufs Amt

Österreich
25.03.2026 14:09
Porträt von krone.at
Von krone.at

Auf Hunderttausenden Smartphones läuft derzeit ein unsichtbarer Countdown: Zwischen Mai und August verlieren rund 300.000 ID-Austria-Zertifikate ihre Gültigkeit. Wer die Frist verstreichen lässt, steht vor dem Neustart, muss seine digitale Identität komplett neu registrieren und damit persönlich aufs Amt. In wenigen Schritten lässt sich dies jedoch umgehen.

Die betroffenen Nutzer sollten vom System automatisch benachrichtigt werden – zur Sicherheit lässt sich die Gültigkeit des Zertifikats aber auch online per Login auf der Website von ID Austria abfragen. Mit der Benachrichtigung über den Ablauf, beginnt jedenfalls automatisch eine 90-Tage-Frist.

Wenn Betroffene rechtzeitig handeln, kann die Verlängerung online erledigt werden. Voraussetzung ist, dass man österreichischer Staatsbürger ist, die ID Austria als Vollversion nutzt und neben dem Smartphone noch ein zweites internetfähiges Gerät zur Hand hat.

Die Schritte zur Reaktivierung:

  1. Zwei Geräte bereithalten: Smartphone mit ID Austria-App und PC, Tablet oder zweites Handy.

  2. Website aufrufen: id-austria.gv.at → „ID Austria verwalten“ → „Zugangsdaten & Zertifikat verwalten“.

  3. Auf „Ich will meine ID Austria verlängern“ klicken – Weiterleitung zu a.trust/meine-id.

  4. Zugangsdaten eingeben, auf dem Handy die Signatur bestätigen und drei Bestätigungspunkte abhaken.

  5. Fertig – das Zertifikat ist für weitere fünf Jahre gültig.

Verpasste Frist kann mühsam enden
Die Basisversion der ID Austria läuft hingegen noch bis Ende 2028. Nutzer dieser Version müssen nicht sofort zur Behörde, können aber online auf die Vollversion umsteigen. Wer das verpasst oder die Frist verstreichen lässt, muss persönlich eine neue ID Austria beantragen – inklusive aktueller Passfotos und des Behördengangs.

Seit 2023 ersetzt die ID Austria die alte Handysignatur als digitale Identität für Amtsgeschäfte wie Finanz Online oder das AMS. Europaweit wird derzeit der „European Digital Identity Wallet“ vorbereitet, der eine sicherere, EU-weit interoperable Lösung bieten soll und ab Jahresende jedem EU-Bürger zur Verfügung stehen soll. Österreich ist an diesem Projekt bislang noch nicht beteiligt.

Kritik von Datenschützern
Sicherheitsorganisationen wie epicenter.works warnen: Die aktuelle ID Austria ermöglicht es den Behörden, die Nutzung zu überwachen – etwa beim digitalen Altersnachweis oder Führerschein. Beim europäischen Wallet sollen Nutzerinnen und Nutzer selbst kontrollieren, welche Daten geteilt werden.

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