Fast sieben Jahre nach dem brutalen Mafia-Mord mitten in der Wiener Innenstadt klickten jetzt die Handschellen! Österreichische Zielfahnder spürten einen mutmaßlichen Killer des berüchtigten Lugeck-Attentats in Italien auf. Der Montenegriner (33) wurde am Sonntag in Rimini an der Adriaküste von italienischen Spezialkräften gefasst.
Der Mann steht im Verdacht, am 21. Dezember 2018 gemeinsam mit Komplizen einen Rivalen aus dem Drogenmilieu regelrecht hingerichtet zu haben. Damals fielen an der Ecke Lugeck/Wollzeile mehrere Schüsse. Der 32-jährige Montenegriner Vladimir R. brach tödlich getroffen zusammen – ihm wurde mehrere Male in Kopf und Oberkörper geschossen. Sein 23-jähriger Begleiter wurde lebensgefährlich verletzt.
Brutale Fehde zwischen Clans vermutet
Die Bluttat sorgte damals für Entsetzen in Wien: Mitten im Weihnachtsgeschäft wurde die Innenstadt zum Schauplatz eines Mafia-Krieges. Ermittler gehen davon aus, dass hinter dem Mord eine brutale Fehde zwischen den berüchtigten montenegrinischen Clans „Kavac“ und „Skaljari“ steckt.
Erfolg dank Ermittlungsgruppe „AG ACHILLES“
Laut Bundeskriminalamt erfolgte die Festnahme aufgrund eines Europäischen Haftbefehls der Staatsanwaltschaft Wien sowie einer internationalen Fahndung wegen Mordes und versuchten Mordes. Der Verdächtige soll dem sogenannten „Skaljari-Clan“ zugerechnet werden, das Opfer wiederum dem rivalisierenden „Kavac-Clan“.
„Die Festnahme des Tatverdächtigen ist ein bedeutender Erfolg im Kampf gegen die organisierte Kriminalität“, erklärte BK-Direktor Andreas Holzer. Entscheidend sei die enge Zusammenarbeit zwischen der Ermittlungsgruppe „AG ACHILLES“, den Zielfahndern des Bundeskriminalamtes und internationalen Partnerbehörden gewesen. Dank der Gruppe war es möglich, brisante Chats der Clans zu entschlüsseln und auszuwerten.
Hintergrund der jahrelangen Blutfehde soll ein gigantischer Kokain-Streit sein: Einer der Clans soll dem anderen Ende 2014 rund 200 Kilo Kokain aus einem Versteck im spanischen Valencia gestohlen haben. Seitdem erschüttern blutige Racheakte Montenegro, Serbien – und auch Österreich. Dutzende Menschen kamen bereits ums Leben.
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