App ist fehleranfällig

Schon wieder neue Probleme mit der ID-Austria

Oberösterreich
10.03.2026 08:00

Die ID-Austria stellt nicht nur ältere Bürger vor große Probleme. Auch jüngere Menschen haben mit den Tücken der Technik zu kämpfen. So bekam ein Kleinunternehmer wichtige Informationen nicht, weil die App nicht funktionierte. Erst nach der Neuinstallierung ging es dann endlich.

Den „Krone“-Bericht über eine blinde Seniorin aus Perg in Oberösterreich, die wegen der ID-Austria persönlich am Amt erscheinen musste, nahm Günter W. zum Anlass, seinem Ärger Luft zu machen. Denn auch der Unternehmer ist auf die App alles andere als gut zu sprechen.

„Ich habe im Februar auf einen Einantwortungsbeschluss des Gerichts gewartet. Alle Miterben hatten diesen bereits als eingeschriebenen Brief zugestellt bekommen. Nur ich, der als Kleinunternehmer gezwungen ist, die ID-Austria zu verwenden, hatte noch nichts erhalten“, schildert er.

Immer wieder Fehlermeldung
Täglich öffnete er rund 20- bis 30-mal die App, doch es erschien immer ein Fehlercode. Auch ein mehrmaliger Neustart brachte keinen Erfolg, also wandte sich W. an die ID-Austria-Hotline: „Nach dreiminütiger Warteschleife kam die Info, dass derzeit die höchstmögliche Anrufzahl erreicht ist und ich später wieder anrufen soll.“

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Alle Miterben hatten den eingeschriebenen Brief zugestellt bekommen. Nur ich, der gezwungen ist, die ID-Austria zu verwenden, hatte nichts erhalten.

Günter W. verzweifelte mit der ID-Austria

Nachdem der Wiener Unternehmer einen Vormittag lang erfolglos versucht hatte, telefonisch durchzukommen, probierte er sein Glück via E-Mail: „Nach einer Sekunde kam die Rückmeldung, dass derzeit wegen zu vieler Anfragen keine Mails beantwortet werden können.“ Als W. schließlich am Gericht nachfragte, hörte er nur, dass „öfter Leute mit ID-Austria die Bescheide nicht erhalten“.

Irgendwann löschte er die App, um sie neu zu installieren – was schließlich den gewünschten Erfolg brachte.

Vereinzelte Probleme
Die Wirtschaftskammer OÖ teilt auf Anfrage mit, dass Unternehmer seit Anfang 2020 verpflichtet sind, an der elektronischen Zustellung teilzunehmen. Dass es vereinzelt immer wieder Probleme mit der ID-Austria gibt, sei bekannt. Daher stehe man in Kontakt mit den Applikations-Verantwortlichen, um die Benutzerfreundlichkeit zu verbessern und Fehler auszumerzen. Außerdem finden laufend Infotage für Unternehmer statt, zum Beispiel am 24. März in der Wirtschaftskammer Oberösterreich.

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