Klangraum Krems

Chor singt gegen Endlichkeit des Menschen an

Oberösterreich
25.03.2026 14:00

Es gibt oft Vorurteile, das Erlebnis widerlegt sie: Neue Musik funktioniert bestens! Johannes Hiemetsberger und sein Chorus sine nomine sorgten beim Festival Imago Dei im Klangraum Krems für eine fulminante Uraufführung. Das musikalische Szenario „Frühling. Leeres Land“ von Wolfgang Sauseng begeisterte ein volles Haus. Am 27. September steht die Produktion beim Linzer Brucknerfest am Spielplan.

Vier Wandernde in einer leeren Wüste, verhaftet in Traumata des 20. Jahrhunderts, warten auf die Erlösung. Ein Knabe, eine gequälte, vergessene Existenz, wird sie bringen. Davon erzählt Ingeborg Bachmann in ihrer Erzählung „Die Karawane und die Auferstehung“ aus dem Jahr 1947.

Der Wiener Komponist Wolfgang Sauseng hat aus Bachmanns Erzählung das Musik-Szenario „Frühling. Leeres Land“ gemacht, das Libretto stammt von Elisabeth Vera Rathenböck. Die Produktion hatte nun beim Festival Imago Dei im Klangraum Krems Minoritenkirche die Uraufführung.

Expression in der Musik und viele Farben
Nach einer Konzerteinführung mit dem Komponisten, der Librettistin und Albert Hosp (Ö1) und einer Lesung des Bachmanntextes eröffnete eine Toccata die Szene. Neun abwechslungsreiche, kurze Abschnitte folgten. Eine Musik voll Kraft und Ausdruck, mit schönen Farben, alten Formen und spannenden, komplexen Rhythmen!

(Bild: Viktoria Hofmarcher, Imago Dei)
(Bild: Viktoria Hofmarcher, Imago Dei)
Wolfgang Sauseng (li.), Elisabeth Vera Rathenböck, Albert Hosp (Ö1)
Wolfgang Sauseng (li.), Elisabeth Vera Rathenböck, Albert Hosp (Ö1)(Bild: Viktoria Hofmarcher, Imago Dei)
(Bild: Viktoria Hofmarcher, Imago Dei)

Es ist auch viel Oberösterreich drinnen
Johannes Hiemetsberger, gebürtiger Oberösterreicher und neuer Intendant der Donaufestwochen im Strudengau, dirigierte den Chorus sine nomine, das Mobilis Saxophonquartett, Klavier, Kontrabass und Schlagwerk. Als SolosängerInnen überzeugten Katharina Linhard (Sopran), Johanna Zachhuber ( Mezzosopran) , Bernhard Landauer (Altus), Sebastian Taschner (Tenor) und Korbinian Schlag (Bariton).

Zeitgenössisches wurde hier mit Hingabe, Leidenschaft und größtem Können präsentiert. Der Funke sprang auf das Publikum über: Das gelungene Werk Neuer Musik wurde in der ausverkauften Minoritenkirche in Krems mit großer Begeisterung aufgenommen.

Die zweite Aufführung findet beim Brucknerfest in Linz statt. Unter dem Motto „Bachmann unendlich“ wird „Frühling. Leeres Land“ am 27. September wieder zu erleben sein, ebenfalls mit Hiemetsberger am Pult des Chorus sine nomine und den stimmstarken, eindrucksvollen SolistInnen und MusikerInnen.

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