Von vielen Russen für ihren Zynismus im Hinblick auf die hohen menschlichen Verluste im Ukraine-Krieg gehasst, muss die Kreml-treue Chefredakteurin Margarita Simonjan nun selbst enorme Schicksalsschläge in Kauf nehmen. Diese sind so schwer, dass sie bei einem Live-Auftritt im Fernsehen zusammenbrach.
„Vor zwei Jahren war ich die glücklichste Frau auf der Welt“, verkündete das Sprachrohr des russischen Machthabers im TV. „Aber jetzt bin ich eine krebskranke Witwe mit drei kleinen Kindern.“
Immer wieder hatte die Journalistin in den vergangenen Jahren mit skrupellosen Aussagen für Aufsehen gesorgt. Etwa wurde von der Propaganda konsequent das Narrativ verbreitet, dass man sich für das Vaterland opfern müsse und es gar nicht schlimm sei, jung zu sterben. Simonjan philosophierte auch darüber, dass ein früher Tod keinen so großen Unterschied mache. Ob man heute, in zehn oder etwa in 20 Jahren unter die Erde komme, sei schließlich aus Sicht des Universums unbedeutend.
Krebs besonders aggressiv
Doch wie die 45-Jährige nun feststellen muss, will sie selbst noch nicht aus dem Leben scheiden: „Ich habe mich im November (2024, Anm.) durchchecken lassen, da war alles in Ordnung. Mein genetisches Risiko für Brustkrebs beträgt null. Und am ersten September (2025, Anm.) hatte ich bereits Metastasen.“ Das sei ein ungewöhnlich aggressiver Verlauf. Die von den Ärzten geplante Behandlung sei auf fünf Jahre ausgelegt, Ausgang ungewiss. „Wenn ich den Krebs überlebe und meine Kinder großziehen kann, werde ich ins Kloster gehen“, so die Russin.
Nervensystem kippte
Die schreckliche Diagnose bekam die Putin-freundliche Journalistin drei Monate vor dem Tod ihres Ehemannes, der die letzten neun Monate seines Lebens im Koma lag: „Als Tigran ins Koma fiel, stellte sich heraus, dass eines unserer Kinder sehr schwer und unheilbar krank ist. Diese Katastrophe ist das Einzige, was mich damals aus dem Krankenhaus geholt hat. Ich zerriss mich zwischen meinem Mann im Koma und dem Kind, das alle seelischen Kräfte fordert. Und am 1. September erfuhr ich, dass ich Krebs habe. Da habe ich hysterisch losgelacht. So etwas gibt es nicht. Das alles geschah innerhalb von neun Monaten.“
Der russische Erzbischof Tichon soll daraufhin laut Simonjans eigener Aussage zu ihr gesagt haben: „Das ist der Feind, der sich an dir rächt, weil du den Antichristen angegriffen hast.“
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