Der Eurovision Song Contest in Wien verspricht ein Tourismus-Booster zu werden. Discos, Bars und andere Veranstalter reihen sich mit Events in das bunte Rahmenprogramm ein. Wobei so mancher heuer zaghaft ist.
Wie ein Damoklesschwert hängt die Teilnahme Israels seit Jahren über dem größten Musikbewerb der Welt. Heikel genug war die Ausgangslage schon bei Bekanntwerden, dass der Song Contest ein drittes Mal nach Wien kommt. Die Gefahrenlage wird nun auch durch den Krieg im Iran verschärft.
Das könnte sich auch auf die Veranstaltungen, die es rund um die Shows in der Stadthalle gibt, auswirken. Ein Blick in den Eventkalender zeigt, dass im Vergleich zu 2015 bisher weniger angekündigt ist.
Der Tourismusverband will das Rahmenprogramm aber erst im April ankündigen. Es kommen also noch ein paar Events dazu. Die Stimmung will man sich nicht ganz vermiesen lassen
Bier, Disco-Schiff und Trabrennen
Vorgeprescht ist nun schon die Ottakringer Brauerei. Dort soll es am 15. Mai eine Disco geben. Das Finale wird ebenso via Leinwand übertragen. Danach folgt eine Aftershowparty. Außerdem wurde ein eigens für die Musikshow konzipiertes Bier gebraut.
Auch der Praterdome widmet sich in jener Woche unter dem Namen „Euro-Club“ ganz dem Musikbewerb, und die DDSG wird ein ganzes Schiff in eine Eurovision-Disco verwandeln. Ausklingen lassen können Fans das Geschehen dann am Sonntag nach dem Finale beim Song-Contest-Renntag der Trabrennbahn in der Krieau.
Ein Veranstalter, der den Bewerb Jahr für Jahr für Themen-Feiern nutzt, tanzt aus der Reihe. Das WUK in der Währinger Straße bleibt, obwohl die Show quasi vor der eigenen Haustür stattfindet, lieber beim regulären Programm. Der Aufwand sei zu hoch.
Im U4 in Meidling wird es ebenso Public Viewings geben. Das Sicherheitskonzept werde aber genauso streng sein wie an „jedem anderen Abend auch“, erklärt Sprecherin Eti Salcher. Bleibt also noch das größte Event: das Eurovision-Village am Rathausplatz.
Zu Aufmachung und Sicherheit will das Stadtmarketing allerdings noch nichts verraten. Womöglich muss am Sicherheitskonzept noch weiter gefeilt werden. Immerhin gilt in Österreich obendrauf noch die zweithöchste Terrorwarnstufe.
Demonstration zum Finaltag geplant
Rund um das Finale am 16. Mai und am Tag davor wird es antiisraelische Proteste geben. Dazu aufgerufen haben die Boykottbewegung BDS und andere linke Organisationen.
Der genaue Ort ist noch unbekannt. Die Polizei ist gerüstet, heißt es. Die Möglichkeit von Kundgebungen floss bereits in die Lageeinschätzung sowie das Sicherheitskonzept des ORF und er Polizei mit ein. Das Recht auf freie Meinungsäußerung werde gewährleistet, müsse aber mit der Sicherheit der Großveranstaltung einhergehen, heißt es. Bis dato gebe es noch keine Anzeichen, dass Proteste die Musikshow beeinflussen.
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