Keine Taschen erlaubt

Song Contest: So soll Stadthalle geschützt werden

Wien
26.02.2026 12:40
Porträt von Wien Krone
Von Wien Krone

Spürhunde, Ausweispflicht und Metalldetektoren. Der ORF und die Polizei gaben nun erste Details zum umfassenden Sicherheitskonzept beim Song Contest bekannt. Auch für das Publikum wird es strenge Regeln geben.

72 Tage sind es noch bis zur Song-Contest-Woche im Mai in Wien. Über das Sicherheitskonzept wurde schon seit Bekanntwerden der Austragung in der Hauptstadt viel diskutiert. Die Teilnahme Israels, die erhöhte Bedrohungslage im Land – all das wird Polizei und Sicherheitskräfte fordern. 

Am Donnerstag gaben der ORF und die Landespolizeidirektion erste Details bekannt. So wird die gesamte Stadthalle in eine Flughafensicherheitszone umfunktioniert, erklärte der „Head of Event“ Oliver Lingens.

Das bedeutet: Das gesamte Equipment, das für den Aufbau benötigt wird, wird durchleuchtet und von Spürhunden durchsucht.

Auch die Mitarbeiter müssen „wie am Flughafen“ durch eine Röntgenstraße, um in die Stadthalle zu gelangen. Außerdem werde es Ausweiskontrollen und 180 Sicherheitskameras am Gelände geben. 500 Securitys werden zudem pro Tag vor Ort sein. 

Keine Taschen erlaubt 
Für das Publikum wird es ebenso strenge Kontrollen geben. So gibt es eine strikte „No-Bag-Policy“. Bedeutet: Es dürfen keine Taschen mit in die Halle gebracht werden. Alles, was die Besucher mitnehmen möchten, muss in ihre Hosentaschen passen. „Uns ist wichtig, dass sich bei den Shows alle sicher fühlen“, so Lingens. 

Rund um die Stadthalle wird auch Schließfächer geben, um etwa Regenschirme versperren zu können. Lieber sei den Veranstalter aber, wenn man mit so wenig wie möglich zum Areal kommt. 

Bei der Ticketkontrolle muss außerdem ein Auswies vorgewiesen werden, da die Karten personalisiert sind. Auch Kinder sollten, wenn sie einen haben, einen Ausweis mitbringen. Wer zu einer der Liveshows kommt, der sollte viel Zeit einplanen, rät Lingens. 

Auch die Polizei wird mit zivilen und uniformierten Beamten vor Ort sein. Dazu zählen auch sprengstoffkundige Organe, Spürhunde, aber auch die Cobra, die Maßnahmen zur Drohnenabwehr setzen wird, erklärte Landespolizeidirektor-Stellvertreter Dieter Csefan. 

Zum Schutz der israelischen Delegation hüllte man sich aber noch in Schweigen. Die Teilnahme Israels beim Song Contest in Wien sorgte auch heuer wieder für Aufruhr. Mehrere Länder boykottieren das Event deshalb.

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