Einmal mehr ist es in Kärnten zu einem Wildriss durch unverwahrte Hunde gekommen: Gleich zwei Hunde hetzten eine Rehgeiß. Somit ist der 94. Wildrisse seit 2013 zu verzeichnen. Die Hundeführer sind bekannt.
Eine Rehgeiß hatten am 19. März am Nachmittag zwei wildernde Hunde in Ladinach bei Feistritz im Rosental gehetzt. Als sie das Wild zu Boden gerissen hatten, konnte einer der Hunde vertrieben werden, der zweite aber ließ von seiner Beute länger nicht ab.
Schwer verletztes Wild musste erlöst werden
Das schwer verletzte, vermutlich tragende Tier musste notgetötet werden. Die Besitzer des unverwahrten Bracken- und des Beagle-Mischlings – beide Rassen haben einen ausgeprägten Jagdinstinkt – sind bekannt und werden angezeigt. Den entstandenen Schaden begleichen sie.
Seit 2013 wurden somit in Kärnten bereits 94 Wildtiere von wildernden Hunden gerissen. „Jede freie Landschaft ist sensibler Wildtierlebensraum und alle Wildtiere sind ganzjährig, ungeschützt den Angriffen streunender und wildernder Hunde ausgesetzt. Besonders jetzt, kurz vor Beginn der Brut- und Setzzeit!“, so Bernhard Wadl, der Landesobmann des Kärntner Jagdaufseher-Verbandes.
Die recht junge Hundehaltungs- und Tierschutzverordnung besagt, entsprechend ausgebildete und gehorsame Hunde können von Hundehaltern mit Sachkundenachweis an der „virtuellen Leine“ geführt werden. Die Hunde müssten also, sollten sie sich etwas weiter entfernen, auf Ruf oder Pfiff zurückkommen.
Im aktuellen Wildrissfall wurde die Verordnung ignoriert, die Hundebesitzer sind ihrer Verantwortung nicht nachgekommen. Die Hunde können nichts dafür, sie folgen ihrem Trieb.
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