Schock nach Angriff

Überlebendes Stichopfer musste erneut ins Spital

Oberösterreich
24.03.2026 08:00

Jener 24-jährige Afghane, der vor mehr als einer Woche in Linz auf offener Straße von einem Kroaten (34) niedergestochen worden war, erlitt einen gesundheitlichen Rückfall. Die behandelnden Ärzte führen das auf einen schweren Schock als Folge des Attentats zurück.

Die psychischen Nachwirkungen der lebensgefährlichen Messerattacke auf Mahdi P. (24) in der Linzer Bismarckstraße sind offenbar deutlich schwerwiegender, als zunächst befürchtet worden war. Nach seiner Entlassung am vergangenen Mittwoch aus dem Unfallkrankenhaus in Linz erlitt der Afghane leider einen gesundheitlichen Rückschlag und musste neuerlich im Spital betreut werden.

Wie berichtet, war der 24-Jährige am 14. März von einem offenbar amoklaufenden Kroaten (34) mit einem großen Messer in den Hals gestochen worden. Nach der Notoperation – sein Hals war vom Ohr bis beinahe zum Kehlkopf aufgeschlitzt – wurde das Opfer am 18. März in häusliche Pflege entlassen.

Mahdi P. erlitt nicht nur einen Halsstich, sondern als Folge davon auch einen schweren Schock.
Mahdi P. erlitt nicht nur einen Halsstich, sondern als Folge davon auch einen schweren Schock.(Bild: Jürgen Pachner)

„Plötzliche akute Atemnot“
„Mahdi konnte wegen Schmerzen und Angstzuständen aber kaum schlafen. Dann ist seine Wunde angeschwollen, und plötzlich bekam er akute Atemnot“, schildert sein Freund Amin, der den Landsmann nach dem Krankenhausaufenthalt bei sich und seiner Familie aufgenommen hatte. „Wir haben Mahdi rasch ins Spital gebracht, wo die Ärzte einen schweren Schock diagnostizierten“, so der Freund.

Ärzte beruhigten
Die Mediziner konnten ihren Patienten bezüglich der Schwellung beruhigen, erklärten ihm, dass dergleichen vorkommen könne und er sich keine großen Sorgen machen muss. Amin: „Er benötigt jetzt aber viel Ruhe und soll vorerst auch noch nicht unter Menschen gehen.“

Mahdis Bruder Mohammad (27) kam deshalb aus der Steiermark angereist. Er nahm den 24-Jährigen zu sich nach Graz mit, wo sich der Jüngere körperlich und psychisch erholen soll. Auch eine professionelle psychologische Unterstützung wird nun notwendig sein.

Leichnam überstellt
Mahdis beim Messerangriff getöteter Freund Mahmoud A. (26) konnte inzwischen nach Afghanistan überstellt werden. Sein Bruder Safi begleitete den Leichnam in einem Flugzeug nach Kabul, wo der Staplerfahrer, der seine Zivilcourage mit dem Leben bezahlt hatte, beerdigt wird. Bekanntlich hatten Mahmoud und Mahdi einen Autofahrer (57) vor dem aggressiven Kroaten beschützt, was dieser gegenüber der Polizei auch bestätigt hat. Zur Deckung der Überstellungskosten wird nach wie vor Geld gesammelt. 

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