Schlag für Tourismus

Silvretta-Hochalpenstraße bis 2030 gesperrt

Chronik
23.03.2026 11:55
Porträt von Vorarlberg-Krone
Von Vorarlberg-Krone

Die bei Ausflüglern und Freizeitsportlern so beliebte Silvretta-Hochalpenstraße, die Vorarlberg und Tirol verbindet, wird für mehrere Jahre nicht befahrbar sein. Nach wiederholten Murenabgängen sind umfangreiche Bauarbeiten zur Absicherung notwendig. 

Die Silvretta-Hochalpenstraße bleibt bis einschließlich 2029 für den Verkehr gesperrt – das gaben die Illwerke-VKW, die für den Betrieb verantwortlich sind, am Montag per Aussendung bekannt. Eine Wiedereröffnung der hochalpinen Route, die das Montafon mit dem Tiroler Paznauntal verbindet, ist erst für den Sommer 2030 geplant.

Grund für die langjährige Schließung ist die Notwendigkeit einer umfassenden Absicherung der Strecke gegen Naturgefahren. Geplant sind tiefgreifende Baumaßnahmen, die unter anderem die Verlegung von gefährdeten Straßenabschnitten sowie die Errichtung neuer Schutzdämme umfassen. 

Die Passstraße hinauf auf die Bielerhöhe ist besonders auch bei Motorradfahrern sehr beliebt.
Die Passstraße hinauf auf die Bielerhöhe ist besonders auch bei Motorradfahrern sehr beliebt.(Bild: Christoph Schöch)

Wiederholte Murenabgänge
In den vergangenen Jahren ist die Straße wiederholt von Muren verlegt worden, eine Generalsanierung ist daher unumgänglich. Bereits im Sommer 2024 musste die touristische Verbindung nach einem Erdrutsch aus Sicherheitsgründen geschlossen werden. Die Hoffnung auf eine baldige Wiederinbetriebnahme wurde zunichtegemacht, als im Juli 2025 eine weitere Mure Teile der Passstraße unter sich begrub. In der Folge gaben die Verantwortlichen geologische Untersuchungen und komplexe Modellrechnungen in Auftrag. Die Experten kamen rasch zum Schluss, dass eine Freigabe der Straße auch für das Jahr 2026 nicht zu verantworten wäre.

Zeitplan für die kommenden Jahre
Die Illwerke haben bereits einen grob festgelegten Fahrplan für die Umsetzung des ingenieurtechnisch sehr anspruchsvollen Großprojekts vorgestellt. Nach dem Abschluss der Detailplanungen soll im Sommer 2026 das behördliche Genehmigungsverfahren in Angriff genommen werden. Sofern alle notwendigen Bewilligungen von den Behörden erteilt werden, könnte dann im Frühjahr 2027 der formelle Baubeschluss gefasst werden. Die eigentlichen Bauarbeiten vor Ort sind aufgrund der hochalpinen Lage und der kurzen schneefreien Zeit nur in den Sommermonaten möglich, sie sollen daher über drei Saisonen verteilt werden. Im besten Fall könnte dann im Sommer 2030 die Passstraße wiedereröffnet werden. 

Sandrell: „Eine klare Perspektive“
Die langjährige Sperre wird für die Tourismusregion Montafon mit hohen finanziellen Verlusten verbunden sein. Dennoch überwiegt die Erleichterung, dass nun endlich Planungssicherheit herrscht. Oder wie es Daniel Sandrell, Montafoner Standesrepräsentant und Bürgermeister der Gemeinde Gaschurn-Partenen, formuliert: „Die Hotel- und Gastronomiebetriebe im gesamten Montafon und im Paznaun haben damit eine klare Perspektive.“

Ebenfalls positiv: Trotz der Straßensperre wird die Bielerhöhe auch in den kommenden Jahren von Vorarlberger Seite zugänglich sein: Die Illwerke haben bereits versichert, dass die Vermuntbahn auch den Sommer über in Betrieb stehen wird. Weiterhin mit dem Auto erreichbar ist die Bielerhöhe vom Tiroler Paznauntal aus – und zwar ganz ohne Maut!

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